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ZillertalSnowboarder vermutlich von Lawine mitgerissen

Suchaktion bisher erfolglos. Polizei sucht jetzt nach Zeugen.

TIROL: SUCHAKTION NACH LAWINENABGANG IM ZILLERTAL
© APA/ZOOM.TIROL
 

Ein Lawinenabgang am Hintertuxer Gletscher bei Finkenberg im Tiroler Zillertal hat Samstagvormittag eine großangelegte Suchaktion ausgelöst. Ein Snowboarder dürfte im freien Skiraum verschüttet worden sein, Gewissheit darüber gebe es aber vorerst nicht, hieß es seitens der Polizei gegenüber der APA.

Ein Zeuge hatte zuvor Alarm geschlagen und angegeben, die Person gesehen zu haben. Die Suche am Lawinenkegel war am Nachmittag weiter im Gange und erwies sich aufgrund der harten Schneemassen als schwierig.

APA/ZOOM.TIROL TIROL: SUCHAKTION NACH LAWINENABGANG IM ZILLERTAL
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Das Schneebrett war gegen 9.45 Uh unweit der Finkenberger Bergstation Gletscherbus 3 abgegangen. Im Einsatz standen Bergrettung, Alpinpolizei mit Suchhunden sowie Polizei- und Notarzthubschrauber.

Zeugenaufruf der Polizei

Etwaige weitere Augenzeugen sollen sich "dringend" bei der Polizeiinspektion Mayrhofen melden, hieß es am späten Nachmittag.

Allenfalls möge sich auch der Snowboarder, der von einem Zeugen unmittelbar vor dem Lawinenabgang am Hang gesehen worden war, melden, so die Exekutive. Der Zeuge beobachtete laut eigenen Angaben, wie der Wintersportler unmittelbar in den Hang einfuhr und so die Lawine ausgelöst haben dürfte. "Geländebedingt" habe er den Snowboarder jedoch dann aus den Augen verloren.

Der Zeuge fuhr nach dem Lawinenabgang zum Lawinenkegel ab und hielt Ausschau nach dem Vermissten, konnte ihn jedoch nicht ausmachen und auch keine "Ausfahrtsspur" finden. Daraufhin wurde die Rettungskette in Gang gesetzt.

Suche abgebrochen

Die Suche  wurde am späten Samstagnachmittag vorerst abgebrochen, sagte Andreas Eder, Leiter der Ortsstelle Mayrhofen, der APA. Ob am Sonntag weitergesucht wird, sei noch offen.Dies werde in Absprache mit der Polizei entschieden. Schließlich sei es ja nach wie vor unklar, ob überhaupt jemand verschüttet wurde, so Eder.

Die Einsatzkräfte hätten den kompletten Lawinenkegel jedenfalls mehrere Male ergebnislos abgesucht - und das unter schwierigen Bedingungen. Zum einen habe stets die Gefahr von weiteren Lawinenabgängen bestanden - deshalb habe man auch Lawinensprengungen durchgeführt. Zum anderen sei im Staubereich über fünf Meter Schnee gelegen. Abgesucht worden sei etwa auch mit einer speziellen Sonde, die bei Metall anschlage, schilderte der Bergretter.

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