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KufsteinMasernalarm im Krankenhaus: Steckte Angestellte Patienten an?

Die Mitarbeiterin hatteim ansteckungsfähigen Zeitraum Dienst an der Internen Stationen und in der Internen Ambulanz. Mögliche Kontaktpersonen sollen auf Symptome achten. Auch aus Vorarlberg wurde ein neuer Masernfall bekannt.

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© APA/GEORG HOCHMUTH
 

Eine Mitarbeiterin des Bezirkskrankenhauses Kufstein ist an Masern erkrankt. Sie hatte im ansteckungsfähigen Zeitraum, der bereits vor sichtbaren Symptomen eintritt, ihren Dienst an den Internen Stationen und in der Internen Ambulanz versehen, teilte das Land am Freitag in einer Aussendung mit. Mögliche Kontaktpersonen sollen auf Symptome einer Masernerkrankung achten, hieß es.

Wer sich von Donnerstag (16. Mai) bis Samstag (18. Mai) während des Tages oder am Sonntag (19. Mai) von 8.30 bis 10.30 Uhr auf den Internen Stationen bzw. in der Internen Ambulanz oder sich am Montag (20. Mai) von 11.30 bis 13.30 Uhr im Internen Ambulanzbereich als Patient aufgehalten hat, könnte Kontakt mit der Erkrankten gehabt haben. "Die möglichen Kontaktpersonen sollen darauf achten, ob sich ab diesem Wochenende für circa weitere 14 Tage Symptome einer Masernerkrankung einstellen. Im Verdachtsfall gilt es, den Hausarzt zunächst telefonisch zu kontaktieren", betonte Anita Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion.

Frau galt als geimpft

Die Mitarbeiterin des Bezirkskrankenhauses Kufstein, die an Masern erkrankt ist, galt als geimpft. Sie hatte in der Vergangenheit zwei MMR-Impfungen erhalten, teilte das Land Tirol mit. Eine 100-prozentige Sicherheit könne seitens der Medizin nicht gewährleistet werden, erklärte Antia Luckner-Hornischer von der Landessanitätsdirektion.

Mit einer zweifachen MMR-Impfung werde die Wahrscheinlichkeit, an Masern zu erkranken, aber massiv verringert - nämlich um 99 Prozent. Die Impfung gelte damit als bester Schutz für sich selbst und die Mitmenschen, betonte Luckner-Hornischer

Schlechte Durchimpfungsrate

Für Personen unter 50 Jahren wird die Durchimpfungsrate als schlecht angesehen. Deshalb sollte all jene, die nach 1970 geboren wurden, keine zwei MMR-Impfungen haben und in der genannten Zeit einen Krankenhausaufenthalt hatten, bei Auftreten von grippalen Symptomen jedenfalls umgehend zu Hause bleiben und nunnötigen Kontakt mit anderen Personen vermeiden. Personen, die mit der Erkrankten in Kontakt gekommen sein könnten und beispielsweise in Schulen oder Kindergärten arbeiten, sollten eine Masern-IGG-Bestimmung ehestmöglich durchführen lassen, sofern keine zwei MMR-Impfungen nachgewiesen werden können, hieß es.

Vonseiten der Bezirkshauptmannschaft Kufstein seien umgehend alle Vorkehrungen ergriffen worden, um eine weitere Verbreitung zu verhindern. "Die erkrankte Person wurde isoliert und wird ärztlich behandelt", sagte Bezirkshauptmann Christoph Platzgummer.

Kleinkind in Vorarlberg erkrankt

Ein Kleinkind im Alter von weniger als einem Jahr hat sich in Vorarlberg mit Masern infiziert. Die Erkrankung sei durch einen Bluttest nachgewiesen worden, bestätigte Landessanitätsdirektor Wolfgang Grabher der APA einen Bericht des ORF Vorarlberg. Wo das Kind sich mit dem Masernvirus angesteckt hat, ist unklar, deshalb wurden über 100 Personen verständigt, die mit dem Kleinkind Kontakt hatten.

Die nachgewiesene Erkrankung des Kleinkinds ist der zweite bestätigte Masernfall in Vorarlberg in diesem Jahr. Kinder in diesem jungen Alter können noch nicht geimpft werden. "Dem Kind geht es wieder gut, es ist mittlerweile aus der stationären Behandlung entlassen worden", sagte Grabher. Schwierigkeiten bereitete die Maserninfektion insofern, als sie zunächst nicht als solche erkennbar war. Laut Grabher war das Kind aus dem Bezirk Dornbirn atypisch an Masern erkrankt. "Es hat nicht den typischen Masern-Ausschlag gezeigt", so der Landessanitätsdirektor.

Weil zunächst kein Masern-Verdacht bestand, suchten die Eltern mit ihrem Kind - das in dieser Zeit andere Personen anstecken konnte - mehrere Ärzte und Spitalambulanzen auf. Dabei hätten mehr als 100 weitere Personen angesteckt werden können, sagte Grabher. Es sei jedoch möglich gewesen, mit allen diesen Personen in Kontakt zu treten. Wer die Masern-Immunität nicht mittels Impfpass nachweisen konnte, musste zum Bluttest. "Die Ergebnisse trudeln fortlaufend ein", erklärte der Landessanitätsdirektor. Bis jetzt liege keine weitere Erkrankung vor.

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