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In NationalparkKritik an Regierung: Jungbär in verdrecktem Keller gehalten

Die Tierschutzorganisation "Vier Pfoten" wirft der kosovarischen Regierung vor, für die Haltung eines verwaisten Bärenjungen in einem verdreckten Keller verantwortlich zu sein.

Kritik an Regierung: Jungbär in verdrecktem Keller gehalten
Kritik an Regierung: Jungbär in verdrecktem Keller gehalten © APA/VIER PFOTEN/HAZIR REKA
 

 Am 26. Februar entdeckte ein Kosovare das Jungtier vor seinem Haus, so die Organisation am Dienstag in einer Aussendung. Die verständigten Behörden holten den Jungbären und versicherten, ihn zu seiner Mutter zu bringen.

Doch als "Vier Pfoten" zufälligerweise ein Meeting im Nationalpark Sharr - wo sich die Mutter befand - hatte, entdeckte ein Mitarbeiter der Tierschutzorganisation, dass der junge Bär noch immer von der Nationalparkleitung gehalten wird - und zwar im Keller eines Restaurants, das einem Ranger gehört. "Wir fanden den Bären in einer kleinen Holzkiste im dreckigen und dunklen Keller. Der Bär hat kaum Möglichkeit, sich zu bewegen und sieht nur selten Tageslicht. Diese Form der Haltung ist schreckliche Tierquälerei. Wir haben sofort die verantwortlichen Behörden informiert, die sich aber weigern einzuschreiten", sagte Afrim Mahmuti, der den "Vier Pfoten Bärenwald" in Prishtina führt.

Diese Form der Haltung ist schreckliche Tierquälerei.

Afrim Mahmuti, "Vier Pfoten Bärenwald" in Prishtina

Ministerium weigert sich

"Vier Pfoten" betonte, man habe dem kosovarischen Ministerium für Umwelt und Raumordnung mehrmals angeboten, das Bärenjunge zu übernehmen und in dem Bärenwald Prishtina artgemäß unterzubringen. Die Regierung habe bisher alle Angebote ignoriert und weigere sich einzuschreiten.

Foto © VIER PFOTEN/HAZIR REKA

Private Haltung verboten

Die private Haltung von Bären, insbesondere deren Haltung als Restaurant-Attraktion, ist verboten. Seit 2014 gab es im Kosovo keinen Fall mehr von privater Bärenhaltung. "Es ist schockierend, dass sich ausgerechnet die Regierung selbst nicht an diese Abmachung hält und den Bären in die offensichtlich inkompetente Obhut ihres Nationalpark Mitarbeiters gegeben hat. Hier wird Tierschutz ganz klar mit Füßen getreten.

Foto © VIER PFOTEN/HAZIR REKA

Schwere Verhaltensstörung

Die schrecklichen und nicht artgemäßen Haltungsbedingungen des Bärenjungen werden zu schweren Verhaltensstörungen führen. Der Bär wird auch nicht für immer so klein bleiben. Er wird früher oder später eine echte Gefahr für den Halter und die Restaurantbesucher darstellen", warnte "Vier Pfoten"-Bärenexperte Carsten Hertwig.

Kommentare (1)

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Estarte
0
2
Lesenswert?

Tierquälerei

Gut, dass die Sache von Vier Pfoten entdeckt wurde
ABER
Warum kann man den Bären nicht zurück zu seiner Mutter bringen ???
Warum kann man den kleinen Bären nicht aus dem Restaurantkeller dauerhaft befreien ??? und mit der Mutter in einem schönen Tierpark unterbringen ????

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