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Schwer traumatisiertHoher Bedarf an Psychotherapie bei Geflüchteten

Laut einer Studie sind vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren psychisch stark belastet.

Hoher Bedarf an Psychotherapie bei Geflüchteten
Hoher Bedarf an Psychotherapie bei Geflüchteten © (c) Getty Images (martin-dm)
 

Einen hohen Bedarf an Psychotherapie bei Geflüchteten belegt eine Studie von Wiener Forschern über die psychosoziale Gesundheit und den Zugang zur Gesundheitsversorgung von geflüchteten Menschen in Österreich. So sei die Häufigkeit mittlerer und schwerer Angststörungen und Depressionen etwa doppelt so hoch wie bei der einheimischen Bevölkerung, teilte die Wirtschaftsuniversität (WU) Wien mit.

Für die im Fachjournal "Health Policy" veröffentlichte Studie hat Judith Kohlenberger vom Institut für Sozialpolitik der WU mit Kollegen das subjektive Wohlbefinden und den Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung von Geflüchteten in Österreich untersucht. Sie verwendeten dazu Daten aus dem Refugee Health and Integration Survey (ReHIS), einer Querschnittserhebung unter 515 syrischen, irakischen und afghanischen Geflüchteten.

Ausbau von Therapieplätzen

Dabei zeigte sich, dass vor allem Jugendliche und junge Erwachsene im Alter von 15 bis 24 Jahren psychisch stark belastet sind. Die Wissenschafter empfehlen daher den Ausbau des muttersprachlichen Angebots an Psychotherapieplätzen. Zudem sollte Wissen über psychische Krankheiten vermittelt werden, um der weitverbreiteten Stigmatisierung dieser Erkrankungen entgegenzuwirken. "Angststörungen und Depressionen können ein großes Lern- und Integrationshindernis darstellen. Deutschkurse und andere Maßnahmen führen dann leider oft ins Leere", so Kohlenberger.

Zugangsbarrieren für Geflüchtete

In der Studie wurden - trotz generell hoher Zufriedenheit mit dem österreichischen Gesundheitssystem - Zugangsbarrieren für Geflüchtete festgestellt. So schaffen es viele aus zeitlichen Gründen nicht zum Arzt, es gebe lange Wartelisten und fehlendes Wissen über Ärzte im unmittelbaren Umfeld sowie Sprachbarrieren. Die Ergebnisse zeigen weiters, dass Geflüchtete, insbesondere Menschen aus Afghanistan, ihre Gesundheit durchschnittlich schlechter einschätzen als die österreichische Bevölkerung.

Die Befragten gaben fast doppelt so oft Krankenhausbehandlungen an wie Österreicher, vor allem im ambulanten Bereich. Das liegt laut Kohlenberger u.a. daran, dass es in Spitälern eher Dolmetschangebote gibt als bei niedergelassenen Fachärzten.

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Danke für Ihr Verständnis.

tenke
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Gerechtigkeit??

Psychotherapie - alles gut und schön. Und NOTWENDIG, definitiv. Für unzählige Menschen egal welcher Staatsangehörigkeit.
Aber ist das noch fair? Es gibt kaum Kassenplätze, jeder österreichische Steuerzahler muss SELBST für Psychotherapie bezahlen (alles andere als wenig).
Und Asylwerbern zahlt der Staat die Therapie?? Versicherte Österreicher berappen die Kosten selbst, unversicherte Asylwerbern wird diese "Zusatzleistung" nachgeschmissen.
Na vielen Dank. Das geht mir nicht ganz ein. Oh Mann.

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Irgendeiner
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Komm,versuch nicht über die Bande Neid zu schüren und fuchtel nicht

mit dem Gerechtigkeitsbegriff herum wie ein Basti sonst wirst mir das hier definieren,die erzählen dem zuständigen shrink nicht daß sie als Kind vom Topferl gefallen sind und Mama sie nicht lieb hatte,das kann natürlich auch schmerzlich sein, das sind Schwersttraumatisierte,Gewaltopfer,Leute die liebe Menschen beim Sterben zusehen mußten,sowas gibts bei unseren nur in echten Ausnahmefällen. Aber wennst Dich vergewaltigen und Deinen Verwandten neben dir die Gurgel durchschneiden läßt werd ich dafür eintreten, daß sie Dich gratis behandeln,ich glaub aber daß Deine Lust darauf endenwollend ist,mein Neidhammel.

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Mein Graz
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@tenke

Wovon sollen sie es zahlen?
Naja, 150 € sind ja eh genug.
Und wenn einer mit seinen Problemen nicht fertig wird und was anstellt heißt es einfach: na klar, a Ausländaa, der wollt sich net integrieren! Schickts eam ham!

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tenke
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ich bin klar FÜR Psychotherapie

vl. hätte ich es anders formulieren sollen ->
sie sollte AUCH versicherten Österreichern zustehen und bezahlt werden, ohne (extrem hohen) Selbstbehalt, darum geht es mir!

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Mein Graz
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@tenke

Okay!
Dann hab ichs falsch verstanden.
Sry.

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Feja
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Vielleicht ist dir lieber wenn sie als tickende Zeitbomben durch Österreich laufen?

Schon im Sinne der Sicherheit muss man Kriegstraumatisierte therapieren.

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tenke
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Da bin ich bei Ihnen.

Nur was ist mit traumatisierten, depressiven, suizidgefährdeten Österreichern? Die müssen leider, so traurig das ist, schon fast vom Baum geschnitten werden, bevor ihnen geholfen wird (sofern sie es überleben).

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Feja
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Die Behandlung im LSF ist gratis

Aber ich stimme dir zu, es gehören definitiv mehr Kassenplätze geschaffen.
Vor allem im Bereich der Kinderpsychiatrie hinkt Österreich Deutschland um mindestens 20 Jahre hinterher.

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Hintschi
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Unseriöse Studien vs. real Life

Manchmal frage ich mich ob es zwei Welten gibt? Wenn ich mich in den einschlägigen Bezirken durch Graz bewege sehe ich die ach so traumatisierten Jugendlichen mit lauter Musik und laut lachend in irgendwelchen Parks herumlungern. Die würden sich a) im Erwerbsalter befinden (sofern sie arbeiten dürfen), b) kann ein Zeitmangel bzgl. Arztbesuch wohl eher nicht vorliegen, sonst würden sie nicht herumlungern, c) bei uns in der Nähe ist ein Park neben einer Schule - jeden Abend werden dort von diesen zugewanderten Jugendlichen Böller geworfen - einmal sogar auf meinen Hund (bis ich gedroht habe ihn loszulassen - dann waren sie schön still), d) im Stadtpark kann man von diesen zugewanderten "Piloten, Architekten" und was uns da sonst noch so erzählt wird rund um die Uhr Drogen kaufen - letztens ist mir sogar einer mit den weißen Päckchen nachgelaufen. Ich frage mich also wo sich diese ach so traumatisierten geflüchteten Jugendlichen befinden? Sind die alle irgendwo eingesperrt oder ist es einfach eine glatte Lüge? Mir ist schon klar, dass es auch sehr viele Anständige gibt - ich kenne und schätze selbst einige, aber weder die Anständigen, noch die, die in den Parks den ganzen Tag herumlungern sind mir bis jetzt wesentlich traumatisiert vorgekommen. Scherts euch doch bitte mal vorher um die ÖsterreicherInnen, die für 1200 Euro brutto im Monat rund um die Uhr hackeln und am Ende des Monats null übrig haben!

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Mein Graz
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@Hintschi

Kannst du dich eigentlich selbst noch im Spiegel anschauen, bei dem Hass den du versprühst und den Verallgemeinerungen, die du hier loslässt?

Ich könnte es nicht. Mir würde vor mir selbst grausen.

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Feja
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@Hintschi

Du siehst also beim vorbeigehen woher ein Mensch geflüchtet ist?
Mal davon abgesehen, dass auch jemand mit Kriegstrauma Musik hören kann und darf!

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