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Hohe UnfallgefahrAUVA warnt vor Freischaufeln von Dächern

Während bei Steildächern das Risiko eines Absturzes besteht, ist bei Flachdächern ein Durchbruch wahrscheinlicher.

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© APA/ZOOM.TIROL
 

Nach den heftigen Schneefällen der vergangenen Tage stehen manche Dächer unter starker Belastung. Beim Abschaufeln passieren immer wieder auch schwere Unfälle, warnte die AUVA am Dienstag. Insbesondere bei Steildächern besteht das Risiko eines Absturzes, hingegen sei bei Flachdächern ein Durchbruch wahrscheinlicher.

Aufgrund der österreichischen Baugesetze sei Schneeräumen am Dach nur bei Extremwetterlagen notwendig. Die Bauwerke seien für überdurchschnittliche Schneemassen konzipiert. Sollten extreme Wetterverhältnisse dennoch ein Abschaufeln notwendig machen, ist größte Vorsicht geboten.

Laut AUVA seien Spezialisten heranzuziehen. Einsatzorganisationen wie die Feuerwehr hätten die Erfahrung und das entsprechende Equipment, um diese Arbeit sicher zu erledigen. Aber auch Experten sollten folgende Sicherheitsmaßnahmen beachten.

Das ist vor und beim Abschaufeln zu beachten

Vor dem Betreten des Daches:
- Welche Zusatzlasten treten auf und wie viele Schneeräumer können
das Dach noch belasten?
- Wo liegen Dacheinbauten und sind diese durchsturzsicher?
- Gibt es Sicherungssysteme und wo sind sie zu finden?
- Bei größeren Dächern muss ein Fachmann die Räumrichtung und die
Reihenfolge einer feldweisen Räumung festlegen.

Beim Betreten des Daches:
- Dächer immer gesichert betreten.
- Das Dach nur mit Auffanggurt und angeseilt begehen.
- Dacheinbauten und Dachaufbauten aus Kunststoff sind immer wie
vollkommen offene Bereiche zu behandeln.
- Steildächer sind aufgrund ihrer Geometrie für Abstürze
prädestiniert.
- Sind etwaige Sicherungssysteme unter den Schneemassen auffindbar
und wenn ja, sind diese auch funktionsfähig?
- Alleinarbeit ist strengstens verboten. Ist eine Person
abgestürzt oder durchgebrochen, muss sie unverzüglich geborgen
werden, sonst besteht Lebensgefahr.
- Gefahrenzonen im und rund um das Gebäude präventiv absichern,
damit im Falle eines Durchbruches oder bei herunterfallenden
Schneemassen keine anderen Personen verletzt werden.

 

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