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Laut InnenministeriumPolizei-Aufnahmetest: Niveau ist gestiegen

In der Steiermark sank der Punkteschnitt, in Kärnten stieg er.

© KLZ/Weichselbraun
 

Bei den Polizei-Aufnahmetests hat sich die durchschnittliche Punktzahl erfolgreicher Bewerber im zweiten Halbjahr 2018 im Vergleich zum Vorjahr in fünf Bundesländern erhöht, so das Innenministerium am Freitag in einer Aussendung, unter Bezugnahme zu einer Parlamentarischen Anfrage der Liste Pilz an Innenminister Herbert Kickl (FPÖ), die auch bereits im Juli kritisierte Inserate beinhaltete.

In Tirol blieben die Werte ident, in Wien, Salzburg und der Steiermark sank der Punkteschnitt. Das Niveau bei den Aufnahmetests sei generell "gestiegen". Die Beantwortung war am Freitagnachmittag noch nicht öffentlich abrufbar, der gesamte Text wurde der APA vom BMI nicht, jedoch von der Liste Pilz übermittelt.

Was den Punkteschnitt der erfolgreichen Bewerber betrifft, so stieg dieser in Niederösterreich im zweiten Halbjahr (Stichtag 21. September 2018) auf 918,9, im Vorjahr waren es 809,7 Zähler. Die Landespolizeidirektion Burgenland verzeichnete bei ihren Anwärtern ein Plus auf 818,5 Punkte (2017: 594,9), in Oberösterreich waren es 727,3 (2017: 674,2), in Kärnten 946,8 (2017: 874,5) und in Vorarlberg ebenfalls eine Steigerung auf 719,3 Zähler (2017: 649,3).

In Tirol wurde der Punkteschnitt mit 584,4 auf dem Vorjahresniveau gehalten. Rückgänge gab es bei den erfolgreichen Bewerbern in der Steiermark mit 807,8 Zählern (2017: 837,2), in Wien mit 600,2 (2017: 623,0) und in Salzburg mit durchschnittlich 562,1 Punkten (2017: 693,4). Die Mindestanforderung für erfolgreiche Bewerbungen für eine Polizeiausbildung liegt seit Jahren unverändert bei 139,5 Zählern, betonte das BMI, es habe "keine Nivellierung nach unten" gegeben.

Die sicherheitspolitische Sprecherin der Liste Pilz, Alma Zadic, wiederholte gegenüber der APA den von der SPÖ bereits im Juli erhobenen Vorwurf, dass der Innenminister unter der Leserschaft von als politisch rechts eingeschätzten Medien nach geeigneten Bewerbern für den Polizeidienst suche. "Dass Kickl nun zugibt, dass die Auswahl dieser rechten Medien nach den Kriterien der Zielgruppe und der Leserschaft erfolgt, finde ich äußerst bedenklich", so Zadic in einer Stellungnahme. Der Minister suche offenbar gezielt nach Bewerbern "mit einem antisemitischen und äußerst rechten Weltbild", hieß es.

In Kickls schriftlicher Beantwortung auf die Frage, ob er in Zukunft auch vermehrt wieder in Medien zu inseriere, die nicht unter Beobachtung des Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstands (DÖW) stünden, hieß es, dass ihm nicht bekannt sei, welche Medien das DÖW beobachet. "Die Auswahl der Medien (in denen für Kandidaten für Posten in der österreichischen Exekutive geworben wird; Anm.) erfolgt nach den Kriterien der Reichweite, Auflagenstärke, Zielgruppe, Leserschaft und des Preissegments. Die Kommunikationsstrategie sieht vor, eine möglichst große Zahl an Lesern zu erreichen", so der Innenminister.

Kommentare (5)

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hbratschi
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na so ein glück aber auch,...

...wenn der verhaltenskreative innenminister in rechten medien den nachwuchs sucht, dann brauchen wir uns um die intelligenz der zukünftigen bewerber ja eh keine sorgen machen. oder???

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georgXV
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???

hoffentlich steigt ENDLICH das Niveau in den Aufnahmetests und stehen dem NICHT wieder irgendwelche parteipolitischen und gewerkschaftlichen Interessen im Wege !!!
Es ist schon unverantwortlich, wie da (einige) potentielle KandidatenInnen "durchgeschummelt" werden !!!

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exilgrazer
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Frage mich, ob die Fragen

auch auf dem gleichen Niveau wie letztens waren!

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walterkaernten
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offene stellen im öffentlichen dienst

Es gibt aktuell ca 365 000 arbeitslose.
Kann doch nicht sein, dass davon niemand für den polizeidienst interesse hat und auch dafür fähig wäre.
Da müsste das AMS massiv innerhalb der von ihnen betreuten personen suchen und vermitteln.

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CuiBono
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Bitte nicht

so naiv sein.

Der BMI braucht keine AMS-ler, schon gar keine Leute mit Berufs- und Lebenserfahrung, die gelernt haben, 2 + 2 zusammen zu zählen und entsprechend kritisch sind.

Was der BMI sucht, sind junge ideologisch nicht festgelegte, mehr oder weniger beeinflussbare um nicht zu sagen labile unausgereifte Persönlichkeiten, die man ohne besonderen Aufwand oktroieren kann. Am Besten, bereits einschlägig "Vorbelastete".

NIX anderes.

Die 1930-er lassen grüßen.
Déjà-vu!

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