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Leichter neue Kellnerin als GästeKellnerin in Café belästigt: Erfolgreiche Klage gegen Chef

Ein Gast versuchte demnach, die Frau an sich heranzuziehen und griff ihr dabei ans Gesäß. Auf eine Beschwerde beim Chef habe dieser mit den Worten reagiert, die Gäste seien halt so, aber sie seien ja nicht gefährlich.

Sujetbild: Kellnerin © APA
 

Eine Kellnerin ist in einem kleinen Wiener Café von einem Gast sexuell belästigt worden. Ihr Chef hat laut Arbeiterkammer (AK) nichts dagegen getan. Im Gegenteil: "Es ist leichter eine neue Kellnerin zu finden als neue Gäste", soll der Arbeitgeber gemeint haben. Der Richter glaubte der Frau, die AK erstritt für sie rund 2.500 Euro ausständiges Entgelt und 1.000 Euro Schadenersatz.

Raue Umgangsformen

Die Umgangsformen in dem Lokal seien der Kellnerin zufolge rau gewesen. Ein Übergriff "brachte das Fass zum Überlaufen", berichtete die AK am Montag. Ein Gast versuchte demnach, die Frau an sich heranzuziehen und griff ihr dabei ans Gesäß. Auf eine Beschwerde beim Chef habe dieser mit den Worten reagiert, die Gäste seien halt so, aber sie seien ja nicht gefährlich.

Beschimpft, bedroht und abgewiegelt

Am Tag nach diesem Vorfall wurde die Kellnerin von einem Stammgast wüst beschimpft, zu Sex aufgefordert und schließlich, als die Kellnerin einen Anruf bei der Polizei ankündigte, bedroht. Auch in diesem Fall habe der Chef die Sache abgewiegelt. Die Frau holte sich Hilfe bei der Arbeiterkammer, es kam zum Prozess.

Im Gerichtsverfahren bestritten der Chef und seine Frau die sexuelle Belästigung. Gleichzeitig machten sie jedoch Kleidungsstil und Persönlichkeit der Frau für Übergriffe verantwortlich. Der Richtersenat entschied zugunsten der Klägerin. Ihre Chefs hätten sie vor den Übergriffen schützen müssen. Im Urteilsspruch hieß es: "Beim Tatbestand der sexuellen Belästigung geht es letztlich um die Beeinträchtigung der menschlichen Würde."

 

Kommentare (1)

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homerjsimpson
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Ihr ist nichts passiert.... sagt der Chef...

.. und macht Kleidungsstil für Übergriffe verantwortlich. Also es ist nichts passiert, aber was schon passiert ist war wegen Minirockerl??? Und solche "Wirte" jammern dann wegen "faulen Jobsuchenden" keine Mitarbeiter zu finden. Ein Paradebeispiel, was in manchen Firmen so abgeht.... gut dass er sich so dumm verteidigt hat, sonst hätts noch einen Freispruch gegeben.

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