Anklage wegen Mordes Zweifache Mutter in Schwechat getötet: Ex soll im Herbst vor Gericht stehen

Im Herbst wird sich 32-Jähriger vermutlich in Korneuburg vor Gericht zu verantworten haben. Der Mann plädiert auf Notwehr, die Anklage lautet jedoch auf Mord. Ende März soll er die Mutter seiner beiden Kinder in Schwechat erstochen haben.

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Der Mann, der Ende März die Mutter seiner beiden Kinder in Schwechat erstochen haben soll, wird vermutlich im Herbst in Korneuburg vor Gericht stehen. Die Anklage lautet auf Mord, wie sein Anwalt Nikolaus Rast am Samstagnachmittag gegenüber der APA einen Bericht der "Kronen Zeitung" bestätigte. Sein Mandant spricht jedoch von Notwehr.

Der 32-Jährige war acht Jahre mit der Frau liiert, das Paar bekam zwei Kinder. Als die Beziehung im August 2017 auseinanderging, einigten sich die beiden zunächst auf eine gemeinsame Obsorge des mittlerweile sechsjährigen Buben und des dreijährigen Mädchens. Dennoch kam es deshalb immer wieder zu Streitigkeiten, was auch die Gerichte beschäftigte.

Gespräch über Obsorge

Am 26. März wollte der Beschuldigte mit seiner neuen Freundin und deren Tochter zur Ex-Lebensgefährtin fahren, um seine beiden Kinder für die Reise in den Osterurlaub abzuholen. Laut Rast wurde er von der Zweifachmutter in die Wohnung gebeten, um erneut über die Obsorge der Kinder zu reden. Die Staatsanwaltschaft ist jedoch überzeugt, er habe den Kurzbesuch in der Wohnung genutzt, um die Kindesmutter zu töten. Er soll dafür sogar ein zweites Paar Handschuhe mitgebracht haben, das er später entsorgen wollte.

Dabei soll er laut Anklage in der Küche mit einem Messer auf die 31-Jährige losgegangen sein und ihr mit der 16 Zentimeter langen Klinge Stiche in den Oberbauch sowie in den Rücken versetzt haben, sodass die Frau verblutete. Der Beschuldigte spricht jedoch von Notwehr. Die Frau, die laut seinem Anwalt 30 Kilo schwerer und einen Kopf größer als sein Mandant ist, habe zuerst ihn attackiert.

Nerven weggeschmissen

Danach verließ der Mann, der sich bei dem Angriff selbst eine Schnittverletzung an der Beugesehne des linken Zeigefingers zufügte, die Wohnung und fuhr mit der neuen Freundin und den drei Kindern in den Urlaub, ohne über die Vorfälle in der Wohnung zu berichten. "Er hat die Nerven weggeschmissen", sagte Anwalt Rast.

Da die Wunde recht tief war, tat er am Urlaubsort angekommen so, als hätte er sich in einem Stall mit einem scharfen Gegenstand die Schnittverletzung zugefügt und fuhr ins Spital. Die Wunde war so tief, dass sie operativ versorgt werden musste. Die Verhandlung wegen Mordes wird vermutlich im September oder Oktober stattfinden.

(Schluss) lor/af

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