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Wegen AmtsmissbrauchSalzburger Polizei ermittelt gegen Kollegen

Unregelmäßigkeiten bei der Abrechnung von Strafzetteln - Stellvertretender Postenkommandant angezeigt.

Sujetbild © APA/HELMUT FOHRINGER
 

In Salzburg ermittelt die Polizei wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs in den eigenen Reihen. Wie der ORF am Donnerstag berichtete, soll ein leitender Beamter Strafgelder aus Organmandaten nicht ordnungsgemäß abgerechnet haben. Der Mann - er ist stellvertretender Kommandant einer Inspektion im Flachgau - wurde bereits am 24. Juni vorläufig vom Dienst suspendiert.

Kollegen des Polizisten waren bei Strafen wegen Geschwindigkeitsübertretungen Unregelmäßigkeiten aufgefallen. Auf dem Originalpapier, das den Lenkern ausgehändigt wurde, soll ein anderer Betrag eingetragen gewesen sein, wie auf dem im Nachhinein geänderten Durchschlag, der zur Abrechnung verwendet wird.

Klärung dürfte langwierig sein

Wie oft und in welchem Zeitraum das passiert ist und wie hoch die Differenz bei den jeweiligen Strafzetteln war, ist derzeit Gegenstand von Ermittlungen des Landeskriminalamts. "Neben den dienstrechtlichen Ermittlungen laufen auch strafrechtliche Ermittlungen wegen des Verdachts des Amtsmissbrauchs", sagte eine Sprecherin der Salzburger Polizei zur APA. Man sei bemüht, den Sachverhalt transparent und lückenlos aufzuklären.

Laut "ORF Salzburg" dürfte die Klärung der Vorwürfe allerdings langwierig sein, weil alle vom betroffenen Polizisten ausgestellten Organstrafmandate der vergangenen Monate überprüft werden müssen. Unter den Bestraften befinden sich dabei auch Besitzer ausländischer Fahrzeugzulassungen.

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