Siebenjährige ermordetMutter erhebt Vorwürfe gegen Familie des Täters

Die Mutter der Ermordeten wirft der Familie des mutmaßlichen Täters Hilfe bei der "Tatort-Reinigung" vor.

WI
Trauer und Fassungslosigkeit nach dem Mord an einer Siebenjährigen in Wien © APA/HANS PUNZ
 

Nach dem grausamen Mord an einer Siebenjährigen in Wien, erhebt die Familie des Opfers nun laut Medienberichten Vorwürfe gegen die Familie des mutmaßlichen Täters (16). Der 16-Jährige hätte die Spuren der Tat niemals alleine beseitigen können. Die Wohnung, wo die Tat geschehen war, sei "so sauber gewesen, als hätte es ein Profi-Killer gemacht", zitiert der ORF Teletext die Frau.

Der 16-Jährige, der am vergangenen Freitag in Wien-Döbling im "Dittes-Hof" ein siebenjähriges Mädchen erstochen haben soll, ist mittlerweile in die Justizanstalt Josefstadt eingeliefert worden. U-Haft wird beantragt.

"Zur falschen Zeit am falschen Ort"

Die Einvernahmen bei der Polizei wurden noch am Dienstag abgeschlossen. Viele neue Erkenntnisse dürften sich aber nicht mehr ergeben haben. Demnach soll der Bursch das ihm gut bekannte Kind tatsächlich getötet haben, weil sich in ihm eine allgemeine Wut aufgebaut gehabt habe und er jemanden habe umbringen wollen. Die Siebenjährige dürfte "zur falschen Zeit am falschen Ort" gewesen sein, wie die Ermittler am Dienstag nach den ersten Einvernahmen mitteilten.

Unklar war, ob eine allfällige Geisteskrankheit des Verdächtigen bekannt war. Seitens der Angehörigen des Mädchens hat sich deren Anwalt Nikolaus Rast mittlerweile dem Strafverfahren gegen den 16-Jährigen als Privatbeteiligter angeschlossen. Rast glaubte übrigens nicht mehr, dass es zum Motiv für die Bluttat noch wesentlich neue Erkenntnisse geben werde.

 

 

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