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GesundheitsgefährdendVerheerendes Testurteil für viele Palmöl-Produkte

Der Greenpeace-Test zeigt: Produkte wie Schokolade und Margarine enthalten derart hohe Konzentrationen an wahrscheinlich krebserregenden Stoffen, dass vor allem Kinder gefährdet sind.

Auch in manchen Margarine-Sorten ist gesundheitsgefährdendes Palmöl enthalten © 
 

Nougatcremen, Tortenecken, Tortenglasuren, Schokoladen, Margarinen und Packerlsuppen: All diese Produkte enthalten Palmöl und all diese Produkte hat Greenpeace nun auf ihren Schadstoff-Gehalt testen lassen. Die Ergebnisse waren alarmierend: Zum Teil wurden sehr hohe Konzentrationen von gesundheitsgefährdenden, wahrscheinlich krebserregenden Schadstoffen gefunden. Besonders gefährlich können diese für Kinder sein.

Elf Lebensmittel, acht davon mit Palmöl, ließ Greenpeace von der Agentur für Ernährungssicherheit (AGES) testen. Untersucht wurden Nougat-Aufstriche, Tortenecken, Tortenglasuren, Schokoladen, Margarinen und Packerlsuppen. Während in allen Produkten mit Palmöl die Schadstoffe gefunden wurden, konnten sie in zwei der palmölfreien Lebensmittel nicht und im dritten nur in ganz geringen Mengen festgestellt werden.

Ein Kleinkind hat zum Beispiel nach zwei Stückchen der getesteten Milka-Erdbeer-Schokolade bereits die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge des Schadstoffs 3-MCPD-Ester erreicht.

Krebserregend

3-MCPD werde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) als möglicherweise krebserregend eingestuft, Glycidol, das bei der menschlichen Verdauung von Glycidyl-Ester frei wird, sogar als wahrscheinlich krebserregend. Glycidol habe sich außerdem als erbgutverändernd erwiesen, kommentierte Greenpeace die Testergebnisse. Für diesen Stoff gebe es daher auch keine tolerierbare tägliche Aufnahmemenge (TDI) - die Aufnahme solle laut Efsa jedenfalls minimal sein. Die Schadstoffe entstehen bei der Herstellung der Pflanzenöle, die bei hoher Hitze raffiniert werden, um unangenehme Geruchs- oder Geschmacksstoffe zu entfernen.

Hohe Konzentrationen von 3-MCPD-Ester

Die Greenpeace-Testergebnisse zeigten bei Produkten mit Palmöl derart hohe Konzentrationen von 3-MCPD-Ester, dass vor allem bei Kindern der TDI von 0,8 Mikrogramm pro Kilogramm Körpergewicht rasch überschritten würde. Auch von Glycidyl-Ester wurden hohe Konzentrationen gefunden. Besonders gravierend seien beide Werte bei der getesteten Milka-Erdbeerschokolade (0,993 bzw. 0,377 mg/kg) und bei den Margarinen von Alsan (0,810 bzw. 0,689 mg/kg) und Rama Original in Würfelform (0,619 bzw. 0,220 mg/kg).

"Der Einsatz von Palmöl hat drastische Auswirkungen auf die Umwelt und auf die menschliche Gesundheit. Für die gesundheitsgefährdenden Stoffe 3-MCPD- und Glycidyl-Ester, die bei der Raffination von Palmöl entstehen, gibt es bisher keine gesetzlichen Grenzwerte. Das ist grob fahrlässig", kritisierte Greenpeace-Umweltchemiker Herwig Schuster.

Von Konsum wird abgeraten

"Wir raten dringend bis auf Weiteres vor allem bei Kindern vom Verzehr dieser Produkte ab. Ein Kind hat die tolerierbare tägliche Aufnahmemenge von 3-MCPD-Ester bereits nach elf Gramm, also nach zwei Stückchen der getesteten Erdbeerschokolade, erreicht. Bei den beiden Margarinen genügen 13 bzw. 17 Gramm, also zwei dünn bestrichene Semmelhälften", erklärte Schuster. Dabei sei noch nicht berücksichtigt, dass Kinder und Erwachsene an einem Tag oft eine Vielzahl an weiteren palmölhaltigen Produkten konsumieren.

Auch Umweltmediziner Hans-Peter Hutter warnte: "Verschiedene Erhebungen haben gezeigt, dass gerade sensible Gruppen wie Säuglinge, Kleinkinder und Kinder höhere Mengen an 3-MPCD- und Glycidyl-Ester im Alltag konsumieren. Produkte, die vor allem diese Risikogruppen ansprechen, wie etwa Schokolade, müssen daher besonders strenge Auflagen erfüllen. Die Beobachtung, dass solche Produkte den TDI nahezu ausschöpfen oder sogar übersteigen, muss Anlass zum Umdenken beim Einsatz von Ausgangsprodukten dieser Nahrungsmittel und bei Herstellungsverfahren sein."

Genereller Verzicht auf Palmöl

Greenpeace-Geschäftsführer Alexander Egit forderte angesichts der Ergebnisse vom Gesundheitsministerium, Produzenten und Handel sofortige Maßnahmen. Es brauche nun flächendeckende Produkttests und die Veröffentlichung der Testergebnisse bei TDI-Überschreitungen. "Vom Konsum von Lebensmitteln, bei denen bereits bei sehr geringem Verzehr der TDI-Wert überschritten werden kann, muss unbedingt öffentlich abgeraten werden", so Schuster. Den Konsumenten empfahl die Umweltschutzorganisation generell, soweit wie möglich auf Produkte mit Palmöl zu verzichten.

Auch strenge gesetzliche Grenzwerte für die Schadstoffe 3-MCPD-und Glycidyl-Ester seien dringend notwendig. Der Lebensmitteleinzelhandel solle die drei am höchsten belasteten Produkte ("Milka"-Erdbeerschokolade, "Alsan"-Margarine und "Rama Original"-Margarine) solange aus den Regalen nehmen, bis flächendeckende Untersuchungen seitens der Behörden vorgenommen wurden und strenge Grenzwerte festgelegt wurden. Von Handel und Herstellern fordert Greenpeace die schrittweise Senkung des Anteils von Palmöl in Produkten bzw. palmölfreie Produkte in allen Kategorien anzubieten.

>>> Zu den detaillierten Ergebnissen der Studie

Kommentare (31)

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hermannsteinacher
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Palmölfreies ...

... Palmöl gibt es nicht.

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Alsan

Es gibt in der Natur nur zwei Fette, die in einem Temperaturbereich von
20-40 Grad°C eine feste Konsistenz aufweisen. Dies sind Palmfett und
Kokosfett/Palmkernfett. Dabei sind die letzteren (laurischen Fette) bereits
bei 20 - 30°C ziemlich flüssig. Ausserdem sind sie in der Konsistenz bei
kühlen Temperaturen sehr hart und bei höheren Temperaturen schnell flüssig,
so dass sie nur zum Teil in Margarine einsetzbar sind.

Palmfett dagegen besitzt eine über einen größeren Temperaturbereich feste
und geschmeidige Konsistenz. Deshalb ist das Produkt zur Herstellung von
Margarine mangels Alternativen unverzichtbar.
Palmfett muss raffiniert werden, weil es im natürlichen Zustand ungeniessbar
ist. Diese Raffination findet bisher bei hohen Temperaturen über 200°C.
statt. Wir gegen davon aus, dass die 3-MCPD-Fettsäureester durch diese hohen
Temperaturen entstehen können. Es gibt für diese Gehalte an
3-MCPD-Fettsäureester keine gesetzliche Regelung, sondern nur einen TDI-Wert
( tolerierte tägliche Aufnahmemenge), der extrem niedrig angesetzt ist und
jedes gesundheitliche Risiko ausschließen soll.
Der einzige Importeur in Europa, der für die Margarineherstellung geeignetes
kbA-Palmöl anbietet ist die Fa. Care aus Sittensen.
Diese Firma bezieht das Palmöl aus Brasilien und lässt es im Lohnauftrag
raffinieren. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Raffinationsprozess
aufwendig ist und wegen der notwendigen Bio-Zertifizierung keineswegs
kurzfristig zu einer anderen Ra

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Teil 2 Palmöl das ist die offizielle Antwort von Alsan in D

Da eine Margarinefabrik nur die bereits fertig raffinierten Fette und Öle
mit Wasser, Emulgatoren und Zutaten vermischt und verpackt, sind wir auf
einen leistungsfähigen Zulieferer wie die Fa. Care angewiesen, der zusammen
mit der Raffinerie verkehrsfähige und gesundheitlich einwandfreie Produkte
zur Verfügung stellt. Die Fa. Care hat uns bereits Anfang des Jahres
mitgeteilt, dass mit einem Raffinerieneubau und einer damit verbundenen
Prozessänderung die Entstehung von Glycidyl Fettsäureestern signifikant
verringert werden soll.

Wir möchten insbesondere darauf hinweisen, dass vor dem Hintergrund des
Gesetzesentwurfs der EU-Kommission die Äusserung die Margarine enthalte
„eine extrem hohe Konzentration an 3-MCPD und Glycidyl-Fettsäureester“
lediglich eine Meinungsäusserung von Greenpeace darstellt und von uns nicht
bestätigt wird.

Ausführliche Info über 3-MCPD Ester

Für 3-MCPD-Ester, 2-MCPD und Glycidol sowie deren Ester in Lebensmitteln
gibt es zur Zeit keine gesetzlichen Regelungen. Sollte es zum Schutz der
Verbraucherinnen und Verbraucher erforderlich sein, müssen für bestimmte
Kontaminanten Höchstgehalte festgelegt werden. Es gibt einen Vorschlag aus
der EU-Kommission für Höchstgehalte von 3-MCPD und Glycidol in pflanzlichen
Ölen und Fetten.

Gemäß diesem Vorschlag sollen pflanzliche Öle und Fette nicht mehr als 2000
µg/kg 3-MCPD (Summe freies 3-MCPD und 3-MCPD Fettsäureester) und 1000 µg/kg
Glycidyl-Fettsäureester enthalten. Die Ergebnisse der

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Teil 3 Palmöl

Zur Zeit gibt es zudem keine eindeutige und abschließende Risikobewertung
für 3-MCPD-Ester und Glycidyl-Ester. Anders als die EFSA (European Food
Safety Authority), die den bisherigen TDI-Wert („Tolerable Daily Intake“:
Diese Dosis kann ein Leben lang ohne gesundheitliches Risiko aufgenommen
werden.) von 2,0 Mikrogramm je Kilogramm Körpergewicht und Tag auf 0,8 µg/kg
Körpergewicht abgesenkt hatte, hat die JECFA (Joint FAO/WHO Expert Committee
on Food Additives =Risikobewertungsbehörde der FAO/WHO) den TDI allerdings
von 2,0 auf 4,0 µg/kg Körpergewicht angehoben.

Aufgrund der unterschiedlichen Ergebnisse beider Risikobewertungsbehörden
hat die Europäische Kommission die EFSA aufgefordert, den von ihr
abgeleiteten TDI von 0,8 µg/kg zu überprüfen. Die EFSA hat dieses Mandat
angenommen und der Überprüfung des TDI zugestimmt.

Unabhängig davon steht selbstverständlich außer Frage, dass 3-MCPD &
Glycidol in Lebensmitteln so niedrig wie möglich gehalten werden müssen. Es
gilt das Minimierungsgebot: ALARA-Prinzip (As Low a reasoanly achievable).

Die Glycidyl-Fettsäureester (GE) und 3-MCPD bilden sich vor allem bei der
Raffination von Pflanzenölen bei hohen Temperaturen (ab ca. 200 °C). Die
höchsten Konzentrationen dieser Substanzen finden sich im raffinierten
Palmfett (sie kommen aber auch in anderen Pflanzenölen und Pflanzenfetten
vor). Palmfett ist jedoch ein unverzichtbarer Bestandteil von u.a.
Margarine.

Für Bio-Fette und –Öle ist nur die physikalische Raffi

hermannsteinacher
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Wir blicken in einen Abgrund ...

...

aber Palmöl/Palmkernöl
ist nicht Palmfett/Palmkernfett.

brunnholzer
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Heimische Alternativen

Wir reden und schreiben hier von Palmkern(Fett) oder (Öl), von Margarine usw.
Wieso verwenden wir nicht grundsätzlich Butter, Sonnenblumen, Kürbis und die daraus gewonnenen Produkte. Alles heimisch, wenn wir wollen alles bio, umweltschonend, gesund und gut für unsere Wirtschaft. Nur weil es etwas mehr kostet gehen wir das ganze Risiko ein. Es ist wirklich Zeit zum Umdenken.

hermannsteinacher
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Seriöse Produzenten deklarieren Palmfett nicht als Palmöl.

Chemiker sollten schon gar nicht falsch bzw. schlampig Palmöl für Palmfett sagen und schreiben.

VwieVendetta
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Wundert das eigentlich wen?

Schon längst läuft der Wettbewerb über den Preis und nicht über Qualität (und selbstverständlich ist Milka ein Massen- und kein Qualitätsprodukt).
Wenn aber die Produzenten gezwungen werden im Sinne der Geizmentalität möglichst billig zu produzieren, werden auch die Zutaten unsere "Lebens"mittel möglichst billig sein müssen. Gleiches gilt natürlich für die Gastronomie.
Der Bioanteil im Lebensmittelbereich über alle Produktgruppen liegt so weit ich mich erinnere bei 8%. Das heißt aber auch, dass eine gesunde Produktion den Österreichern schlicht kein Anliegen ist.Vielmehr will man alles haben und möglichst wenig dafür zahlen (da könnte man auch über Wein um € 4 nachdenken, der nächste Skandal ist dort vorprogrammiert).
Deswegen verstehe ich die ganze Aufregung nicht.
Wer billig kauft, kriegt billige Zutaten, ganz einfach. Aber jeder ist seines Glückes Schmied. Ich mache mir die Mühe beim Einkaufen die Zutaten von Produkten zu lesen, und Palmöl ist für mich schon aus Prinzip ein no go.

hermannsteinacher
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Verwendet keine Milch von violetten Kühen!

Violett könnte Gift sein.

hermannsteinacher
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@VwieVendetta weiß nicht, was Palmöl ist.

Und meint Palm(kern)fett.

VwieVendetta
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Re: @VwieVendetta weiß nicht, was Palmöl ist.

@hermann
Ich gestehe Ihnen gerne zu, dass ich bei "Palmprodukten" keine Unterscheidung treffe. Die hat aber seinen Grund darin, dass ich in meiner Schokolade einfach keines dieser Produkte will. Der Öl- und Fettanteil ( und bitte sagens jetzt nicht Kakaobutter) von Produkten kann mit einheimischer/europäischer Produktion ohne weiters abgedeckt werden, da besteht (außer ökonomischen Überlegungen) keinerlei Importnotwendigkeit.

stadtkater
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Muss aber billig

auch gleich krebserregend sein? Kann denn billig nicht auch gesund sein vielleicht sogar auch gut schmecken?

unterhundert
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Palmöl Produkte ..

ruinieren ganze Landstriche in Afrika und Südamerika. In Österreich sieht man solche Dokumentationen eigentlich nie. Während man im Deutschen TV. beinahe regelmäßig über den anbau von Soja, oder Palmöl Produkten, oder der Kinderarbeit in den Minen für Seltene Erden, für Akkus informieren kann, und auch gezeigt wird, sind bei und nur diverse Wiederholungen von der Wiederholung im Programm. Informationen über die Erzeugung von Lebensmittel, gibt es, ausser dem Bio-Saubauer nicht wirklich. Viele Leute würden dann nicht mehr zum Zuchtlachs aus Norwegen, oder zu denn so gesunden Vegan Produkten greifen die ja alle künstlich mit Palmöl und Soja hergestellt werden. Gott sei Dank, geht der Trent wieder zurück zur Natur, wenn auch ein bisschen langsam.

VwieVendetta
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Re: Muss aber billig

@stadtkater
Lassen sie mich mit einem Beispiel antworten:
In der Schweinemast beträgt das Schlachtgewicht rund 110 kg und wird nach 110 Tagen Mast erreicht. Wir reden hier über Schweine, die keinen Auslauf haben, nie die Sonne sehen und im Stall auf kleinstem Raum mit abgeschnittenen Schwänzen stehen müssen, da jede Bewegung dem Gewichtsaufbau abträglich ist.
Demgegenüber braucht die biologische Freilaufmast rund 200 Tage mehr um auf dieses Gewicht zu kommen.
Das heißt aber auch 200 Tage mehr an Betreuung und Futter und natürlich auch viel geringere Umschlagzahlen pro Betrieb.
Und jetzt erklären Sie mir bitte wie ein solch artgerecht produziertes Lebensmittel billig sein soll?
Allein die Frage ist an Naivität schwer zu überbieten und fern jeder Realität.

hermannsteinacher
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Schweinderln sollten ...

... unsere Freunde sein!

hermannsteinacher
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Es kann beides sein.

Wissen ist Macht.

hermannsteinacher
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Echtes Palm(kern)öl wird nicht raffiniert,

es werden die Früchte sterilisiert, gekocht und das Öl über Schraubenpressen oder Separatoren abgetrennt. Danach wird das Palm(kern)öl vakuumgetrocknet, um es lagerstabil zu machen.
Die im obigen Artikel erwähnten "Schadstoffe" entstehen so gar nicht.

Soviel noch zu gutem Palmöl.

hermannsteinacher
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Kauft das gute Rote Bio-Palmöl, mild

im gehobenen Fachhandel. Rotgoldorange Farbe.
Natürliches gesundes Vitamin E und Provitamin A enthaltendes Pflanzenspeiseöl für die gehobene Küche!

ialiofen
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Das ist doch eine Effekthascherei

Greenpeace interessiert sich doch nicht für die Gesundheit der Menschen. Denen geht es um die Rettung des Regenwaldes. Bitte ich möchte jetzt nicht behaupten dass Palmöl gesund ist.

Aber die ganzen getesteten Produkte sind nur in geringem Maße und selten zu verzehren.
Hier immer der Wirtschaft den schwarzen Peter zuschieben zu wollen, ist doch sehr einfältig. Von Luft und Liebe allein hat auch noch niemand überlebt...

unterhundert
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Von Luft und Liebe nicht,

..aber ohne Palmöl sin auch schon Mensche 100 Jahre alt geaorden.

ialiofen
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Vielen Dank an die Kleine Zeitung

dass der Thread mit meinen Erläuterungen gelöscht wurde.
Ich glaube nicht gegen ihre Regeln verstoßen zu haben.

hermannsteinacher
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Auch die Rettung des Regenwaldes ist ein hehres Ziel.

Aber man sollte dabei nicht Unsinn über Palmkernöl/Palmöl verzapfen.
Es ist ein relativ geschmacksneutrales Öl von orangegelber bis leuchtend rot-gelber Farbe und in sterilisiertem Zustand kühl und dunkel gelagert ein Jahr haltbar.
Es eignet sich gut zum Marinieren, Dünsten, Schmoren, Backen, Braten und Frittieren.
Margarine daraus zu machen, wie es in Europa überwiegend geschieht, dazu ist es eigentlich zu schade.

Eyeofthebeholder
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@ialiofen: Greenpeace geht es auch nicht um die Rettung des Regenwalds,

sondern um Spenden.

hermannsteinacher
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Es handelt sich hiebei durchwegs um die Verwendung von Palmkernfett mit gut 85% gesättigten Fettsäuren (als Triglycerid).

Palmkernöl hingegen ist gesund, es enthält rund 50% gesättigte Fettsäuren, fast 40% Ölsäure, 9% Linolsäure und 1% Linolensäure. Pro 100 Milliliter enthält das gesunde Palmkernöl 21 Milligramm Vitamin E; Palmkernöl (kurz Palmöl) hat einen besonders hohen Anteil an Provitamin A bzw. Alpha- und Beta-Carotin.

In den Medien wird sehr viel ungenauer Unsinn über Palm(kern)öl verzapft.

Vom Gebrauch von Palmkernfett ist abzuraten.

schlucatoni
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mag schon sein

dass Palmöl gesünder ist als Palmkernfett. Beides stammt aber von der Ölpalme. Die Plantagen, denen hunderte Hektar Urwald weichen müssen sowie Bauern ihres Grundes enteignet werden, tragen grundsätzlich nicht zur Gesundheit der dort ansässigen Menschen bei.
Also ist von Palmöl ebenfalls abzuraten.

hermannsteinacher
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Nein, denn echtes Palmkernöl ist nur zu einem geringen Anteil das Endprodukt,

man kann es in besseren Reformgeschäften suchen.

Die Ölpalmen sind die "Prinzessinnen unter den Palmen",
sie haben einen langen, schmalen Stamm und besonders schöne Blätter;
jeder Blütenstand besteht aus einem zusammengesetzten Kolben mit bis zu 4000 Einzelblüten, 6 Monate nach der Blüte kann man die Früchte ernten.
Die Ölpalmen tragen bis zu 15 Fruchtkolben, die schwersten wiegen bis 15 Kilogramm,
jeder Fruchtkolben besitzt bis zu 2000 Früchte, die im Laufe ihrer Reifephase ihre Farbe von grün nach orangegelb wechseln. Die einzelnen Früchte sind daumendick
mit hohem Schalenanteil.

 
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