Quälgeister im AnmarschWarnung vor "Wanzenoffensive" in alpinen Hütten

Nach massivem Wanzenbefall sieht sich Alpenverein Klagenfurt zu einem drastischen Schritt gezwungen: In der Klagenfurter Hütte darf ab sofort niemand mehr schlafen.

Bettwanze © 
 

"Wir haben einsehen müssen, dass wir intensive Maßnahmen ergreifen müssen", sagt Karl Selden. Der Chef des Klagenfurter Alpenvereines hat ein Nächtigungsverbot für die "Klagenfurter Hütte" in den Karawanken verhängt. Der Grund: Seit einiger Zeit gibt es im ersten Stock, dem Schlafbereich, einen massiven Wanzenbefall.

"Wir haben sofort mit einer Spezialfirma aus Graz die ersten Maßnahmen durchgeführt", sagt Selden. Doch die Wanzen sind immer wieder gekommen. Daher müsse man jetzt massivere Bekämpfungsmaßnahmen durchführen: Alle Bretter von der Decke, den Wänden und den Böden müssen entfernt werden. "Wir investieren 100.000 Euro", sagt Selden. Nach dem Umbau der Hütte um 1,1 Millionen Euro trifft das die Hütte sehr. Das Nächtigungsverbot gilt bestimmt bis in das nächste Frühjahr.

Kein Einzelfall

Bettwanzen können auch im Rucksack reisen. Aber Bettwanzen seien nicht nur ein Problem alpiner Hütten - Wanzen können übrigens in Höhen bis zu 2000 Meter überleben - sondern auch von anderen Beherbergungsbetrieben. "Wir verzeichnen einen großen Anstieg an Fällen", sagt Franz Lamprecht, Geschäftsfüher der Schädlingsbekämpfungsfirma Agil in Klagenfurt. Ein Punkt dabei sei der Tourismus: "Dort, wo ein großer Wechsel an Personen stattfindet, also im gewerblichen Bereich, können auch Bettwanzen auftauchen", sagt Lamprecht. Und ein Problem sei, dass die kleinen Insekten (Bettwanzen sind um die 5 Millimeter groß) auch resistent gegen die Bekämpfung werden.

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Danke für Ihr Verständnis.

eleasar
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Lesenswert?

Jaja, alles ist verwanzt...

... CIA sei dank.

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