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Wettervorschau

Es bleibt winterlich, aber die extreme Kälte ist vorbei

Mit den extremen Minus-Temperaturen ist es vorerst vorbei. Die Wetterlage bleibt aber generell winterlich.

© KLZ/Jürgen Fuchs
 

Die extreme Kälte ist vorbei, es bleibt aber winterlich. Das geht aus dem Wettertrend der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) vom Sonntag hervor. Am Donnerstag bewegen sich die Tageshöchstwerte ausschließlich im Plusbereich, in der Nacht und teilweise auch tagsüber droht Glatteis.

Montag

An der Alpennordseite zwischen dem Salzkammergut und dem westlichen Niederösterreich schneit es am Montag zeitweise noch etwas, wobei sich das Schneefallgebiet langsam auf einzelne Nordstaulagen zurückzieht. Mit ein paar dichteren Wolken kann es auch im Norden noch strichweise etwas schneien. In den übrigen Landesteilen scheint die Sonne oft länger ungestört. Der Wind weht schwach bis mäßig, am Alpenostrand und in Föhnstrichen entlang des Alpenhauptkammes teils auch lebhaft aus Nordwest bis Nord. Frühtemperaturen minus 14 bis minus drei Grad, Tageshöchsttemperaturen minus fünf bis plus vier Grad.

Kälterekorde weltweit

Extreme Minustemperaturen in Sibirien sind im Winter keine Seltenheit. Doch auch an anderen Orten kann es sehr eisig werden. Die Kälterekorde auf den Kontinenten:

Afrika: Im marokkanischen Ifrane herrschten am 11. Februar 1935 minus 23,9 Grad. Die Stadt liegt im Mittleren Atlas-Gebirge rund 60 Kilometer südlich der Königsstadt Fes.

Antarktis: Der weltweit tiefste Temperatur wurde am 21. Juli 1983 an der russischen Polarstation "Wostok" gemessen. Auf 3.420 Metern Höhe zeigte das Thermometer minus 89,2 Grad.

Asien: Der Kälterekord von minus 67,8 Grad wurde gleich dreimal in Sibirien gemessen: am 5. und 7. Februar 1892 in Werchojansk und am 6. Februar 1933 in 600 Kilometer südöstlich gelegenen Oimjakon. Die beiden russischen Orte sind die kältesten außerhalb der Antarktis.

Europa: Zählt man das dänische Außengebiet Grönland mit zum Kontinent, dann ist es dort am 9. Jänner 1954 mit minus 66,1 Grad an der Wetterstation North Ice am kältesten. In Kontinentaleuropa zeigte das Thermometer im russischen Ust-Schtschuger im Ural-Vorland am 31. Dezember 1978 minus 58,1 Grad.

Nordamerika: Im Westen Kanadas an der Grenze zum US-Bundesstaat Alaska liegt Snag - dort mussten die Menschen am 3. Februar 1947 bei minus 63 Grad ausharren.

Südamerika: In Sarmiento auf dem argentinischen Teil der Insel Feuerland herrschten am 1. Juni 1907 minus 32,8 Grad.

Ozeanien: Minus 25,6 Grad wurden am 17. Juli 1903 in Ranfurly auf der Südinsel Neuseelands gemessen.

 

Dienstag

Am Dienstag halten sich vor allem im Osten, im Donauraum und regional im Süden tief liegende Wolken und Hochnebelfelder zäh. Sonst gibt es oft strahlenden Sonnenschein. Am Nachmittag macht sich allerdings von Westen her eine Störungszone bemerkbar. Sie bringt einige stärkere Wolken, zum Abend im äußersten Westen auch erste leichte Schneefälle. Der Wind weht meist nur schwach, nur im Osten frischt mäßiger Südostwind auf. Frühtemperaturen minus 16 bis minus acht Grad, Tageshöchsttemperaturen minus sieben bis plus zwei Grad.

Wetterkapriolen: Neuschnee in Istanbul - Freude und Leid

Heftiger Schneefall hat in der türkischen Millionenmetropole Istanbul zu starken Verkehrsbehinderungen geführt.

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Auf dem Flughafen Atatürk, dem größten der Türkei, seien die Inlandsflüge bis zum frühen Sonntagabend eingestellt worden, meldete die Nachrichtenagentur DHA. Auch zahlreiche internationale Verbindungen wurden gestrichen. Nach Angaben von DHA waren insgesamt mehr als 600 Flüge betroffen.

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Manche froren ob der für istanbul ungewöhnlich kalten Temperaturen...

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... andere wiederum schienen mit dem Winterwetter ihre helle Freude zu haben.

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Mehr Impressionen aus Istanbul!

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Mittwoch

Am Mittwoch halten sich im Bergland im Westen zunächst ein paar tief liegende Wolkenfelder, aus ihnen können auch ein paar Schneeflocken fallen. Über den Niederungen kann es zunächst etwas Nebel oder Hochnebel geben. Tagsüber scheint aber dann zumindest zeitweise die Sonne. Am Nachmittag ziehen mit einer Störungszone von Nordwesten her wieder dichte Wolkenfelder auf. Abends setzt leichter Schneefall ein, dieser geht in der Nacht aber mehr und mehr in Regen über. Dabei besteht verbreitet Glatteisgefahr. Der Wind weht tagsüber nur schwach bis mäßig aus Südost bis West und frischt in der Nacht teils kräftig auf. Frühtemperaturen minus 15 bis minus zwei Grad, Tageshöchsttemperaturen minus fünf bis plus drei Grad.

Donnerstag

An der Alpennordseite bleiben die Wolken auch am Donnerstag dicht und es regnet immer wieder. Abseits der Staulagen hingegen klingen die Niederschläge oft schon in den frühen Morgenstunden ab, stellenweise besteht aber noch Glatteisgefahr. Tagsüber scheint dann zeitweise die Sonne, am Nachmittag nimmt die Schauertätigkeit wieder zu. Weitgehend trocken bleibt es nur im Süden. Schneefallgrenze liegt bei 500 bis 1.000 Metern Seehöhe. Der Westwind bläst mäßig bis lebhaft. Frühtemperaturen je nach Wind minus zehn bis plus drei Grad, Tageshöchsttemperaturen zwei bis sechs Grad.

Freitag

Am Freitag bringt eine Kaltfront verbreitet dichte Wolken und Niederschläge. Zunächst liegt die Schneefallgrenze noch zwischen 500 und 800 Metern. Bald schneit es aber wieder bis in tiefe Lagen. Der Westwind frischt lebhaft, im Westen auch kräftig auf. Frühtemperaturen minus sechs bis plus ein Grad, Tageshöchsttemperaturen null bis vier Grad.

Nur noch elf Grad minus in Radstadt

Die extreme Kälte der vergangenen Tage ist vorbei. In Tannheim in Tirol und Radstadt in Salzburg, wo in der Nacht auf Samstag auf minus 26 Grad gemessen wurden, herrschten in der Nacht auf Sonntag mit minus 4,9 und minus 10,9 Grad vergleichsweise milde Temperaturen.

Abgesehen von den "Dreitausendern" Sonnblick und Brunnenkogel, auf deren Gipfel die ZAMG mit 17 Grad minus die Tiefstwerte der vergangenen Nacht registrierte, war die Kärntner Bezirksstadt Hermagor mit minus 14,8 Grad der Kältepol Österreichs. Dann folgten laut ZAMG-Messungen Mönichkirchen in Niederösterreich mit minus 13,7 und Weitensfeld in Kärnten mit 13,6 Grad.

Auch in Salzburg - zwei Nächte in Folge kälteste Landeshauptstadt mit einem Tiefstwert von 18 Grad minus - sind die Temperaturen kräftig gestiegen: in der vergangenen Nacht auf knapp acht Grad minus.

Dafür fiel in den Salzburger Gebirgsgauen und im angrenzenden Bezirk Kitzbühel in Tirol der meiste Schnee: Bis 7.00 Uhr früh registrierte die ZAMG einen Viertelmeter Neuschnee in Fieberbrunn und jeweils 20 Zentimeter in Krimml und Badgastein. Gut 20 Zentimeter Schnee fielen auch in Lunz in Niederösterreich

 

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