AußensichtDas Greifen nach Billigfleisch zerstört unsere Forderungen nach mehr Tierwohl.

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Schweinskarree: minus 50 Prozent. Schweinefleisch: jetzt ein Euro billiger. Salami: statt 2,99 nur mehr 1,99 Euro. Neben all diesen Aktionen in Flugblättern, die uns täglich ins Haus flattern, legt der Lebensmittelhandel jetzt noch eins drauf und nutzt den Black Friday. Diese eigentlich US-amerikanische Verkaufsveranstaltung will mit absurden Rabatten zum Kauf von Produkten anregen. Der Haken daran: Es muss immer jemand für die Aktionen und Preisnachlässe aufkommen und häufig sind das nicht die Supermärkte, sondern vielmehr verarbeitende Betriebe und die Landwirtschaft.

Kommentare (3)
stprei
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Produktion

Diejenigen Bauern, die nach hohen Standards ihre Tiere halten, haben meistens eh nicht genug Kapazität für den Supermarkt und sind so konsequent, dass sie auch selbst schlachten und verarbeiten bzw. veredeln. Und die können in der Regel auf eine feste Stammkundschaft zählen, die schon vor dem Schlachttag anruft und bestellt. Und der Kundschaft ist es das Geld dann auch jedenfalls wert, weil ihnen der persönliche Kontakt zum Bauern wichtig ist.

Das ist allerdings eine Frage der Leistbarkeit und des Wohlstands.

Ifrogmi
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9
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vorausschickend ...

... möchte ich festhalten, dass mir am liebsten wäre, wenn alle schlachtschweine vorher in großen, besser riesigen, freigehegen laufen könnten, auch wenn es 3x so teuer ist. wie viel fleisch isst man denn letztlich?
trotzdem, so kommt es zumindest bei mir an, sind es in erster linie fleischverweigerer die über die tierschutzschiene ihren lebensstil anderen aufzwingen wollen. wie beim rauchen: jeder weiss, dass ein zuviel ungesund ist, trotzdem haben nur die asketen den inneren zwang andere bekehren zu müssen. hab noch nie einen fleischesser gesehen der einen vegetarier bekehren oder einen raucher der einen nichtraucher zum tschik bringen will.
allerdings muss man auch festhalten, dass den meisten fleischessern der billige preis mehr wert ist, als die lebensqualität des geschlachteten tieres.
insgesamt hallert der mensch als "krone der schöpfung" immer noch in den köpfen der absoluten mehrheit der bevölkerung. in meinen augen ist das ein übel wie rassismus, wwir sind doch alle und jedes gegenseitig abhängig, der mensch von pflanzen und tieren noch viel mehr als andere lebewesen auf diesem planeten.

hbratschi
1
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leider...

...ist dieser "saubrauch" der fleischrabattschlachten in den discountern und supermärkten die regel und nicht die ausnahme. es ist eine buchstäbliche "schweinerei", dass tiere keinen wert mehr haben. vielen konsumenten scheinen gar nicht mehr zu
wissen, dass das in den regalen angebotene verpackte fleisch von (unter oft "unmenschlichen" zuständen gehaltenen) tieren stammt. sollen die lebensmittelketten soviel aktionen machen wie sie wollen, mit bier, klopapier, putzmittel usw, alles okay, aber nicht mit leidensfähigen tieren. wenn man ein kilo fleisch um 3 euro kauft, muss einem klar sein, dass das nur mit qualvoller massentierhaltung möglich ist. geiz ist eben NICHT geil...