AußensichtKurz wird ein Störfaktor bleiben

Der frühere steirische Soziallandesrat Kurt Flecker (SPÖ) meint, dass die ÖVP-Affäre die Politik in Österreich noch lange Zeit bestimmen werde.

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© Kleine Zeitung
 

Wenn der ehemalige Außenminister wohl sehr dadurch aufgefallen ist, sich mehr als viele seiner Vorgänger aktiv in die Symmetrie zu seinem Vorgänger als Bundeskanzler begeben zu haben, so tut man sich trotzdem schwer, ihm Untadeligkeit vorzuwerfen. Es bleibt daher, sich darüber Gedanken zu machen, ob der von Sebastian Kurz gewählte Ausstieg untadelig war. Nun, vorerst passt er genau dazu, was viele Menschen von ihm erwartet haben werden. Er erfüllt die Forderung des Koalitionspartners rein semantisch und glorifiziert die gewählte Vorgangsweise mit dem schmalzigen Hinweis, dass ihm das Land wichtiger sei als seine Person. In Wirklichkeit handelt er so wie viele Herrscher pseudodemokratisch geführter Länder, die, wenn sie nicht mehr haltbar sind, enge Vertraute an ihre Stelle setzen und für sich alle Fäden in der Hand behalten.

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piwo
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Wllfähriger Hintersasse

Verkehrte Welt! Der adelige Schallenberg gibt sich als willfähriger Hintersasse des bürgerlichen Kurz...

GanzObjektivGesehen
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Wenn eine Person „die Politik in Österreich“ weiter bestimmen wird….

…….und dauerhafte politische Instabilität verursacht, dann Frage ich mich schon, für wie schwach Herr Flecker unsere Demokratie hält. Die SPÖ war sehr lange in Regierungsverantwortung und würde damit auch dafür verantwortlich zeichnen, dass sich ein solches System etablieren konnte.

Aber keine Angst, das ist nicht der Fall. Kein Kickl, kein Kurz kann den österreichischen Staat gefährden. Auch wenn diese Angst von manchen herbeigeredet wird. Das trägt die Handschrift von Identitären und Staatsverweigerern und deren Unterstützern.
Darin sehe ich eine größere Belastung als durch die jetztigen Vorgänge.

Ich empfinde es übrigens als ein Privileg, dass man sagen und Chatten darf was man will. Solange keinem anderen dadurch ein Schaden entsteht.

freeman666
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Ohne diese Kurz Affäre verteidigen zu wollen,

aber die SPÖ als moralischer Kompass hat auch versagt:
In Graz keinen Genierer mit Kommunisten und Titoverehrern zu paktieren.
Im Bund wollte die SPÖ ohne zu zögern mit einer Rechtsaußen Partei ins Koalitionsbett springen.
Aber den Moralapostel spielen - Lachhaft!

Mein Graz
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@freeman666

"Everything before the word 'but' is horseshit."
Jon Snow - Game of Thrones

rouge
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Türkise Brille?

In Graz war die ÖVP mit der rechten FP in der Regierung.
Im Bund ebenso.
Erfolgreich? Eher nicht.
Kahr wurde wegen ihrer sozialen Kompetenzen gewählt. Nagl und Eustacchio wegen ihrer vielen Fehler, die sie in den letzten Jahren gemacht haben, abgewählt. Was ist daran lachhaft, wertester @freeman?