AußensichtUnsere Staatsanwälte sind ausschließlich dem Recht verpflichtet

Irmgard Griss widerspricht Michael Csoklich, der in einer "Außensicht" die Unabhängigkeit der Justiz in der Causa Kurz anzweifelte.

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Irmgard Griss
Irmgard Griss © Kleine Zeitung
 

Misst die Justiz mit zweierlei Maß? Wird gegen die ÖVP ermittelt, weil ihr Obmann anders nicht zu schlagen ist? Warum kommen „vertrauliche“ Unterlagen immer wieder an die Öffentlichkeit? Das sind Fragen, die Michael Csoklich stellt. Er verweist auf die Medienberichterstattung, die derzeit ja tatsächlich von den Ermittlungen der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen Kurz & Co beherrscht wird.

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freeman666
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Die wöchentliche Kolumne der Frau Griss

wird schon ein klein wenig inflationär.

Grazer1960
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Nicht immer wieder

Kann man bitte bei der Kleinen Zeitung darauf verzichten, immer wieder Frau Griss zu solchen Themen Stellung nehmen zu lassen? Vielleicht lassen sie einmal jemanden zu Wort kommen, der noch im Berufsleben steht. Es wäre auch für das Andenken ihrer zweifelsfrei großen Verdienste in der Vergangenheit besser, nicht mehr so präsent zu sein. Ihre Zeit ist vorbei. Es muss Ihnen doch auffallen, dass ihre Ansichten etwas weltfremder werden. Hier die Staatsanwälte per Ausbildung schuldfrei zu stellen, ist schlichtweg absurd. Erinnert an die Unfehlbarkeit des Papstes. Diese Argumentation ist einfach nicht schlüssig. Keine Ahnung, was ich als Leser mit diesem Text anfangen soll. Bitte verschonen sie uns vor weiteren Ergüssen.

Kleine Zeitung
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Viele Interessen

Wir versuchen mit unseren Beiträgen möglichst viele Interessen unserer Leser und Leserinnen abzudecken. Liebe Grüße

calcit
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Ich habe beruflich so viel mit der Staatsanwaltschaft und auch dem Gericht zu tun, dass mich eingetlich nichts mehr wundert...

Sicher, wir sind alle nur Menschen und es menschelt überall. Aber manchmal ist es für mich einfach nicht nachvollziehbar warum Ermittlungen eingestellt werden, keine Anklage erhoben wird und warum jemand nicht verurteilt wird. Die stärkste Waffe der Staatsanwaltschaft ist immer das Argument "kein Anfangsverdacht"... und da habe ich micht schon oft gefragt auf welchen Grundlagen so etwas erfolgt. Oder wenn jemand denkt Richter wären unabhängig (sie mögen es ja hinsichtlich anderen Personen sein) aber auch die persönliche Einstellung ist ausschlagebend und ich habe oft genug erlebt dass indirekt bei der Urteilsfindung bei Richtern eine vorgefasste politische, moralische oder religöse Meinung die Entscheidung wesentlich beeinflußt hat.

feringo
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Maschinenmenschen?

Das Staatsanwälte keine auf Objektivität programmierte künstliche Intelligenzen sind, sondern Menschen aus Fleisch und Blut wäre gut zu erwähnen. Frau Griss, Sie sind Richterin, und an Ihnen selbst ist zu erkennen, dass Ihre eigenen Aussagen sehr oft menschliche Färbungen aufweisen, auch was rein rechtliche Dinge betrifft. Und somit ist hier der Schluss durchaus zulässig, dass auch (WKStA-)Anwälte bei ihren Entscheidungen von menschlichen Tendenzen nicht vollkommen unbeeinflusst sind.

JohannHadl
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Weltfremde Seligsprechung der Justiz

Weltfremd kommt mir eher die wiederholte Seligsprechung Ihrer Berufskollegen durch Fr. Griss vor. Nur weil jemand eine bestimmte Ausbildung durchlaufen hat, ... Was soll das beweisen.

calcit
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Da haben sie vollkommen recht!

Objektivität ist eine Einstellung nicht eine Frage der Ausbildung. Und ein STA mit rotem Parteibuch wird liebend gerne gegen einen schwarzen Politiker ermitteln - und umgekehrt.