Bestes DepescheDiese Sache mit Córdoba

Die unterschiedliche Erinnerung an das legendäre Fußballmatch liegt wohl nicht nur am Ergebnis.

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Vorige Woche nahm ich auf einer Sitzbank mit vier grünen Plastikstühlen im Arkadenhof des Wiener Rathauses Platz. Ich saß auf Sitz Nr. 1, direkt neben mir Bürgermeister Ludwig auf Nr. 9, auf Nr. 7 daneben lag ein Fußball, einen Sitz weiter – Nr. 8 – mein argentinischer Botschafterkollege. Merkwürdig? Wenn man aus den Sitznummern die Jahreszahl 1978 formt, ist das Rätsel fast gelöst. Die Sitzbank stammt aus dem Fußballstadion in Córdoba. Als es renoviert wurde, bot man die Sitze der Stadt Wien an, zur Erinnerung an den 3:2-Sieg über Deutschland.

Aufmerksame Leserinnen dieser Kolumne wissen, dass ich gelegentlich über Fußball schreibe, aber dieses Schlüsselereignis der deutsch-österreichischen Geschichte stets umschifft habe. Wohlgemerkt, nicht nur der Sportgeschichte: In der Nationalbibliothek gab es mal eine Ausstellung mit dem Titel "Von Königgrätz bis Córdoba". Das entschuldigt vielleicht meine Zurückhaltung. Denn so sehr uns das Datum verbindet, so unterschiedlich ist die Erinnerung daran.

Kommentare (2)
Heike N.
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Lesenswert?

Und warum wird die alte Kamelle gerade jetzt

wieder aufgewärmt?

Uezze
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Lesenswert?

?

Weil das österreichische Geschichte zu sein scheint?