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AußensichtSind wir wirklich ein Volk von Korrupten?

Erwin Zankel würde gern wissen, worauf genau sich der alarmierenden Befund des aktuellen Korruptionsbarometerst stützt.

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© (c) APA/HELMUT FOHRINGER (HELMUT FOHRINGER)
 

Die Inszenierung war gut geplant: Am Vortag wurde das alljährliche Korruptionsbarometer veröffentlicht, das Österreich im europäischen Umfeld einen Platz im unteren Mittelfeld zuwies. Dann ging der Vorhang auf und eine erlauchte Schar an ehemaligen Spitzenbeamten, Gerichtspräsidenten, Rechtswissenschaftlern und Abgeordneten kündigte den Start eines Volksbegehrens an, damit im Land endlich wieder mehr Anstand herrsche und die wuchernde Korruption ausgerottet werde.
Der Befund war auch alarmierend. Laut dem „Global Corruption Barometer“ von Transparency International sagten 40 Prozent der 900
befragten Österreicher, sie hätten in den letzten zwölf Monaten persönliche Kontakte genutzt, um eine öffentliche Dienstleistung zu erhalten.

Kommentare (3)
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Edlwer
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Die Parteien finanzieren sich doch durch die Freunderlwirtschaft....

... das haben die letzten Jahre ja eindeutig gezeigt und hat wohl jeder mitbekommen.
Und das soll sich jetzt geändert haben? Wer glaubt das wirklich? Es hat sich nur die Vorgehensweise geändert das man es nicht gleich öffentlich nachvollziehen kann.
Oder wie sollen sich die Parteien plötzlich sonst finanzieren.
Und Korruption fängt ganz klein an! Auch bei Firmenaufträgen!
Du willst als Firma einen Auftrag? Dan mach mir doch bei mir zu Hause das und das und rechne es in den Auftrag mit hinein.
Das gibt es nicht? Selbst erlebt!
Und bei den Gemeinden? Hab ich selbst noch nicht erlebt, aber wenn ich schaue wer die Nutznieser diverser Gemeinderatsbeschlüsse sind, kann ich nicht an Uneingennütz glauben.
Und wie wehement manche Bürgermeiser hinter irren Vorhaben stehen!

masterchristl
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Sind wir wirklich ein Volk von Korrupten?

Wir hatten einen Bundeskanzler, der sagte:" Alles, was ich erreicht habe, verdanke ich der Partei. Welcher wohl?"
Einer unserer leitenden Angestellten mit üppigem Gehalt und von der gleichen Partei, der früher Schlossergeselle war, sagte dasselbe von sich.
Da konnte ich mein Schandmaul nicht halten ( ich war im gehobenen Dienst) und antwortete: ihm: " Da geht ´s mir besser, alles, was ich erreicht habe, habe ich aus eigener Kraft geschafft."

melahide
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Österreich ist

schon ziemlich "Freunderlverwirtschaft". Wenn man sich nur einmal ansieht: Wenn ein Nationalratsabgeordneter aus dem jeweiligen Wahlkreis eine Sprechstunde hat, pilgern ganz viele Leute dort hin. "Mein Kind braucht einen Ferialjob, mein Kind braucht eine Arbeit, mein Kind braucht das". Und der Abgeordnete muss dann liefern. Dann ist es egal, ob er für oder gegen irgend etwas stimmt oder wofür er eintritt. Für das Kind muss er einen Job finden. Oder bei der Firma anrufen, damit diese dem Kind den Job gibt. Und die eigenen Freunde natürlich auch mit Jobs versorgen. Und hier, und dort. Ein Korruptionsstadl einfach, der auf kleinster Ebene beginnt und auf größerer "Du, ich will weniger Steuern zahlen, dafür zahl ich dir die Wahlkampfveranstaltung" aufhört ... für die anderen soll es ja verboten werden. Nur für mich selber soll es eine Ausnahme geben. Gell, lieber Nationalratsabgeordneter. Tue es für mich ;-) ...