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KommentarAus Angst vor klagsfreudigen Bürgern sperrt Graz die Hälfte ihrer Spazierwege

Die Stadt will das Zufußgehen attraktiver machen? Dann ist das Sperren zahlloser Nebenwege in Parks das falsches Signal.

© Hannes Gaisch-Faustmann
 

Alle Jahre wieder sperrt die Stadt Graz in der kalten Jahreszeit zahllose Wege in Parks und Naherholungsgebieten für Spaziergänger. Selbst jetzt, mitten im coronabedingten Lockdown, wo für viele das Spazierengehen die einzige Möglichkeit ist, an die frische Luft zu kommen, hängen sie wieder überall, die Ketten mit der Tafel „Wintersperre“.

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Danke für Ihr Verständnis.

marobeda
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Bei diesen Absperrungen handelt es sich

offensichtlich nur um einen Formalakt um Haftungs- und Regressansprüchen zu entgehen. So sind diese Absperrungen ohne weiters auf eigenes Risiko zu umgehen. Es handelt sich auch um Sparmaßnahmen, da diese Wege nicht von Schnee und Eis gereinigt bzw nicht gestreut werden müssen. In diesen Zeiten wie diesen wo alles und jeder geklagt werden kann, ist es anders nicht möglich aus der Haftung zu kommen. Aber es hätten sicher befestigte Tafeln, die darauf hinweisen, genügt.

stprei
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Nebenwege

Es ist sowohl sprachlich als auch von der Thematik deutlich überzogen, wenn der Redakteur mit den Empörten und Verständnislosen von Rückschritt und Verheerung spricht:

1. Es handelt sich lediglich um Nebenwege von untergeordneter Bedeutung (Nordaufgang Schlossberg, quasi eine Lebensachse der Stadt).
2. Es handelt sich um Wege, die mechanisch nicht zu räumen sind (Schotterwege) und daher von Mitarbeitern der Stadt händisch geräumt werden müssten.
3. Die Stadt hat für eine adäquate Räumung zu sorgen, da gehen Hauptverkehrswege, Öffi-Routen, echte Gehsteige und die FuZos in der Innenstadt vor.
4. Das muss jemand bezahlen und das Budget ist begrenzt.
5. Flanieren durch Parks ist im Winter nicht von vordergründiger Bedeutung und kann noch immer entlang der geräumten Hauptwege erfolgen.
6. Wenn immer alle gleich monetären Vorteil vor dem Richter suchen, ist es kein Wunder, dass man gegensteuert. (Kühe auf Almen, you remember?)

SagServus
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5. Flanieren durch Parks ist im Winter nicht von vordergründiger Bedeutung und kann noch immer entlang der geräumten Hauptwege erfolgen.

Und das entscheidet jetzt wer?

Abgesehen davon, wann hatten wir in Graz das letzte mal über Wochen eine geschlossene Schneedecke und Eisbildung, so dass es wirklich so einer Wintersperre bedurfte?

Die andere Sache ist ja natürlich auch, dass die Stadt Graz sich natürlich auch die Arbeit erspart und die Wege pauschal sperrt und nicht nach entsprechendem Bedarf.

Wo man dann im März bei angenehmen 20 Grad wieder überall vor versperrten Wegen steht weil die die Wintersaison erst mit April zu Ende ist und die Stadt erst dann wieder abmontiert.

stprei
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Herumgehen

Es kann ja jeder die Absperrung ohne wirklich große Herausforderung überwinden und sich dennoch am Weg erfreuen.

Aber halt auf eigenes Risiko und ohne Haftpflicht der Stadt Graz für die Wegehaltung.

SagServus
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Eine flächendeckende Betreuung über die Wintermonate sei nicht zu stemmen, daher könnte man, so die Befürchtung, im Falle eines Unfalles aus Amtshaftungsgründen als Beamter schnell vor einem Richter landen.

Das werde ich jetzt auch machen.

Ich werde den Gehsteig vor meinem Haus, für den ich ja als direkter Anrainer verantwortlich bin, auch sperren.

Sollte die Stadt Graz dann sagen, dass das nicht geht, werd ich ihnen auch sagen, dass eine flächendeckene Betreuung meinerseits nicht möglich sei.

Wenn die Stadt Graz dann meint, ich müsste dafür dann eine Firma beauftragen, werd ich sagen, dass ich dies, wie offensichtlich die Stadt, finanziell nicht stemmen kann.

rb0319
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@SagServus: Aber bitte eine Aluhut aufsetzen beim Schneeräumen.

Damit die Birne nicht einfriert. ;-)

Styrian007
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Sie könnten

auch in einen Apfel beißen und so tun als wäre er eine Birne...