Orbán gegen die EUDer Meisterprovokateur aus Budapest

Mit seinem Veto spitzt Viktor Orbán den Streit mit der EU um die Rechtsstaatlichkeit zu. Eine Lösung zu finden, die beide Seiten das Gesicht wahren lässt, wird immer schwieriger.

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Viele in Westeuropa betrachten Viktor Orbán, als wäre er das personifizierte Böse. Das Veto, das Budapest und Warschau mitten in der zweiten Coronawelle jetzt gegen den nächsten Sieben-Jahre-Haushalt der Union samt den milliardenschweren Coronahilfen einlegen, ist Wasser auf ihren Mühlen. Manche können es gar nicht erwarten, dass den missliebigen Ungarn über die neue Rechtsstaatsklausel endlich die Fördermittel gekappt werden. „Erpressern darf man nicht nachgeben“, schreibt etwa die „Süddeutsche Zeitung“.

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Plantago
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Ich bewundere immer diese demokratische Entscheidungsfindung in der EU.

Jeder wird angehört, keiner wird benachteiligt, alle Fakten und Einwände werden zur Kenntnis genommen und es wird immer im vollsten Einvernehmen untereinander abgestimmt. Toll, da dabei sein zu dürfen.

jg4186
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christlich abendländische Demokratie

Da kommt immer Ärger hoch, wenn Orban davon spricht, "die christlich abendländische Demokratie" verteidigen und retten zu wollen. Wie Orban mit Flüchtlingen umgeht, hat mit Christentum nichts zu tun. oder mit den Sinti im Land, oder mit Juden. Orban hat ein großes Problem mit Demokratie, mit Meinungsfreiheit, mit Unabhängigkeit von Medien und Justiz. Er will nur Geld der EU für sein Land (und dafür, mein ich, wird er auch gewählt) - christliche, abendländische Werte will er nicht.
"Jede der will, kann die EU verlassen" - richtig!

Plantago
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und weil wir anderen so christlich sind,

werden wir das alles dem Herrn Orban doch gerne verzeihen.