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Sie & ErWas kann dieser Sommer?

 

Hundstag

Cool, dachte ich, noch so viel freier Liegeplatz. War dann die Hundewiese, mit einem laut winselnden Husky, der von seinem Frauchen partout nicht in die Freuden des Schwimmens eingeweiht werden wollte, und als ich, weil an den wohlverdienten Badeteichschlaf nicht mehr zu denken war, ein Stück nach links rutschte, um wenigstens dem Drama besser folgen zu können, landete ich versehentlich in einem Nest gelber Ameisen.

Rot gepunktet fuhr ich zu meiner großen Schwester, die einen runden Geburtstag zu feiern hatte, und statt mit der allzu schnell verfliegenden Lebenszeit zu hadern, wie sich das zu solchen Anlässen geziemt, schmiss sie eine ausgelassene Party, bei der eine Versammlung Grauhaariger in vollendeter Erhabenheit vorführte, wie man leben soll.
Das Geheimnis ist, wenn ich das richtig verstanden habe, immer noch ein Flascherl zu nehmen, bis um Mitternacht endlich das Käsebuffet ausgerollt wird, und zwar in einer Größenordnung, die schon beim Hinsehen Sodbrennen bereitet.

Zum Glück musste ich, weil Werktag, eh gehen, und weil man, wenn man schon derartige Schwäche zeigt, wenigstens im Abgang alle beleidigen soll, rief ich noch „Gute Nacht“ in die Runde, „ich muss ins Bett, aber bleibt nur, in eurem Alter braucht man ja nicht mehr so viel Schlaf!“ Bloß hat, fürchte ich, keiner zugehört, weil sie sich alle gerade um das Käsemesser stritten.

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