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MorgenpostDie vehemente Abwehr gegen Greta Thunberg bestätigt die Wirksamkeit ihrer Symbolhandlungen

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© AP/Kirsty Wigglesworth
 

Guten Morgen!

Greta Thunberg, das ernste Kind aus Schweden, klettert heute – wenn nichts dazwischenkommt - in das High-Tech-Segelboot mit dem klingenden Namen „Malizia II“, um den Atlantik abgasfrei zu überqueren. Die UNO-Umweltkonferenz, die jenseits der nassen Barriere stattfindet, wollte sie nicht mit einem Verkehrsmittel erreichen, das allem Hohn spricht, was Experten für notwendig erachten, um die Erwärmung der Erdatmosphäre über das gerade noch Erträgliche hinaus zu verhindern.

Das nur konsequent zu nennen wäre eine arge Verkleinerung. Es gehört unglaubliche Hartnäckigkeit und Überzeugungskraft dazu, all die guten Argumente vom Tisch zu wischen, die wohlwollende Erwachsene gegen den Plan vorbringen. Es bedarf unglaublicher Zähigkeit, den bequemeren Weg nicht zu wählen. Gute Gründe für die üblichen Transportmittel lassen sich mühelos finden - all die übrigen Teilnehmer an der Konferenz sind schließlich auch darauf gestoßen.

Viel ließe sich einwenden gegen die Aktion. Man kann nach den Kosten fragen oder nach den Risiken für Leib und Leben der Schülerin, man mag auch den Symbolcharakter der Operation verzichtbar finden. Aber spätestens hier sind Zweifel angebracht. Was, wenn nicht ein spektakulärer, medien- und publikumswirksamer Akt wie dieser vermag uns noch für das quälende Thema zu interessieren? Sogar die vehemente Abwehr gegen die junge Aktivistin und ihre Botschaft, die Verdächtigungen, sie wäre nur die Marionette irgendwelcher Lobbys, bestätigt noch die Hochwirksamkeit ihrer Symbolhandlungen.

Wir werden von ihrem Start berichten und von ihrer Fahrt. Und natürlich von der UNO-Konferenz, deren Mittelpunkt sie mit dieser Aktion jedenfalls sein wird.

Genießen Sie die letzten Hochsommertage, wünscht Ihnen

Kommentare (2)

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scionescio
9
11
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Das ernste Kind aus Schweden ist nicht ernst, sondern leidet sichtbar unter dem Asperger Syndrom

... das sollte sich zu den Journalisten schon durchgesprochen haben - aber anscheinend ist denen die Auflage, die sie mit dem Hype und der damit einhergehenden Instrumentalisierung des kleinen Mäderls erzielen, auch wichtiger als alles andere!
Mit ihren Symbolhandlungen generieren die Medien Schlagzeilen und Klicks und andere verdienen daran - sie hat den Leidensdruck und eine Zeitlang Aufmerksamkeit... nur die Umwelt hat rein gar nichts davon!

Antworten
CuiBono
7
4
Lesenswert?

@scionescio

Bei aller sonstiger Wertschätzung, aber dieser Kommentar zu der jungen Frau ist unerträglich unter der Gürtellinie, grenzenlos anmaßend und verkommen.

Schlicht und dreifach:
Pfui, pfui, pfui!

"auf den Kopf greif"

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