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Vor der AbstimmungWie ansteckend kann die Brexit-Infektion sein?

BRITAIN-EU-BREXIT-PROTEST
© APA/AFP/DANIEL LEAL-OLIVAS
 

Das Chaos in Großbritannien ist unfassbar groß. Am Dienstag soll das Parlament nun doch über den Brexit-Vertrag abstimmen und niemand, wirklich niemand, traut sich eine ernsthafte Prognose über den Ausgang des Votums – und die daraus resultierenden Folgen – zu.

Wer immer noch glaubt, ein Austritt aus der EU würde Milch und Honig fließen lassen, der möge sich in den kommenden Jahren genau anschauen, wie es weitergeht. Ein zerstrittener Haufen nationalistisch denkender Länder ist leichte Beute für die mächtigen Spieler wie USA, Russland, China; die vermeintliche Rückerlangung der Selbstbestimmung eine Aufgabe der gemeinsamen Errungenschaften.

Trotzdem greift die Infektion um sich. Die deutsche AfD ging gestern mit der Forderung nach Abschaffung des EU-Parlaments in den EU-Wahlkampf. Den "Dexit", also den Ausstieg Deutschlands aus der EU, verschob man auf später; wie es schien, weniger aus inhaltlichen, vielmehr aus wahltaktischen Gründen. Als Partner im Geiste nannte AfD-Chef Alexander Gauland die italienische Lega, die ungarische Fidesz – und die FPÖ.

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