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TV-Tagebuch"Report Spezial": Über Sätze, die Politikern nicht über die Lippen kommen

Rückblick auf „Report Spezial“ in ORF 2 am Dienstag

Report Spezial
Die Gäste wurden repräsentativ für Österreich ausgewählt, der Tisch eher repräsentativ für Lettland. © (c) ORF (Hans Leitner)
 

"Das Land braucht Reformen“, denn „es ist Zeit für einen Neuanfang“ und dazu die Schlagworte „Bürokratieabbau“, „Steuerreform“ und ein bisschen „das wird man wohl noch sagen dürfen“ und „am Ende des Tages“ steht der passive Zuschauer wenig schlauer da, als er es vor der Floskel-Flut schon war.

Klassische Fernsehdiskussionen – die nächsten Wahlen kommen bestimmt – folgen vertrauten Pfaden und viele davon könnte man getrost von der Natur überwuchern lassen. Es braucht neue Wege, dachte sich deswegen Wolfgang Wagner, der seit wenigen Monaten im ORF den „Report“ über hat. Am Dienstag ließ er zwölf Österreicher bei Susanne Schnabel diskutieren. Ein Querschnitt an Meinungen, (zum Glück) nicht vom ideologischen aber vom Partei-Hickhack befreit.

„Demokratie ist ein Lernprozess“, brachte es einer der Diskutanten auf den Punkt, „Demokratie ist Arbeit“ hieß es an anderer Stelle. Das könnte auch ein Politiker sagen. Den Satz, „den Respekt vor anderen Meinungen nehme ich aus dieser Diskussion mit“, schon weniger.

Die Teilnehmer wurden klug ausgewählt und von Schnabl angenehm angeleitet. Eine Sendung, die Lust auf Demokratie, auf Debatten und, welch Wunder, auf Fernsehdiskussionen macht.

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