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DeutschförderklassenWenn Brennpunktschulen Deutschstunden verlieren, läuft im Bildungssystem etwas schief.

 

Deutsch ist der Schlüssel zur Integration. Das predigen Politiker aller Farben, und sie predigen es zu Recht. Am besten, man beginnt bei den Kleinsten, im Kindergarten und in der Volksschule. Auch da sind sich alle einig.

Wie es trotzdem passieren kann, dass mit dem neuen Schuljahr die Deutschförderung an Grazer Volksschulen massiv zusammengestrichen wird, bleibt ein Rätsel. Ein Aufschrei der betroffenen Direktoren – nämlich jener, die die meisten Kinder mit schlechten Deutschkenntnissen an ihren Schulen haben – verhallte ungehört. Jetzt liegt es an der Improvisationskunst der Lehrer, die Situation zu retten.

Dass das eine besondere Herausforderung ist, weiß man bei den zuständigen Stellen in Bund und Land bereits. Nur verantwortlich will niemand sein. Nicht der Bildungsminister, nicht die Bildungslandesrätin, nicht die Landesschulrätin.

Wenn man dann sieht, dass eine Grazer Volksschule in einem gutbürgerlichen Umfeld gleich zwei Deutschförderklassen bewilligt bekommt und damit aus diesem Topf doppelt so viele Ressourcen erhält wie die vielen Brennpunktschulen, muss man feststellen: Irgendetwas läuft in diesem Bildungssystem gehörig schief. Ausbaden müssen es die Lehrer und die Kinder. Die Politiker fühlen sich ja nicht verantwortlich.

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