Glyphosat-SchadenersatzDer lange Schatten des Verdachts könnte für Bayer sehr teuer werden.

Klagswelle rollt auf Bayer zu: Passiert genug, um alle möglichen Gesundheitsrisiken durch Glyphosat restlos aufzuklären?

 

Auch 289 Millionen Dollar Schadenersatz werden dem sterbenskranken Dewayne Johnson seine Gesundheit nicht zurückgeben. Für das Gericht in San Francisco (bzw. seine Geschworenen) war klar: Krebsrisiken rund um den "Roundup"-Unkrautvernichter wurden von Monsanto stets verschleiert.

Der Verkaufsschlager sei sicher, sagt sein Hersteller, der sich auf "800 Gutachten und Bewertungen" stützt. Die WHO ist sich da alles andere als sicher: Die Weltgesundheitsorganisation stufte das verbreitete Herbizid 2015 nämlich als "wahrscheinlich krebserregend" für den Menschen ein. Was wohl nahen dürfte, ist eine unkalkulierbare Klagswelle Tausender gegen Bayer – die Leverkusener haben den US-Saatgut-Konzern mit dem desaströsen Image 2018 geschluckt.

Was kommen muss, sind weitere Prüfungen der Beweislage, um alle Risiken des umstrittenen Wirkstoffs Glyphosat restlos auszuloten. Ihre Schlüsse muss nicht zuletzt auch die EU ziehen.

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