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MorgenpostWenn „Jedermann“ ganz bürgerlich erkrankt, statt bühnenwirksam zu sterben.

Der "Morgenpost"-Kommentar aus der Chefredaktion.

 

Hat es das schon einmal gegeben, dass „Jedermann“ ganz bürgerlich erkrankt, statt bühnenwirksam zu sterben? Nein, hat es nicht. Das Prestigestück der Salzburger Festspiele fokussiert seit den Anfängen in den zwanziger Jahren des vergangenen Jahrhunderts auf den alles tragenden Star. Der bloße Gedanke an einen Ersatz wäre da ein Frevel. Also gab es keinen, als Tobias Moretti die Lungenentzündung umwarf.

Philipp Hochmair hatte 36 Stunden Zeit zur Vorbereitung und zur Sicherheit einen Mikroknopf im Ohr, wie er Christian Ude am Tag danach erzählt. Vor Jahren, erinnert sich der Mime, habe ihn Ude schon einmal nach dem „Jedermann“ gefragt. Ob er die Rolle gerne spielen würde, sofern die Anfrage käme, wollte er wissen. Damals habe er, Hochmair, kurz darüber nachgedacht, die Sache dann ad acta gelegt. Den Jubel vom Vorabend - nach dem sprichwörtlichen Ritt über den Bodensee - kann der risikobereite Schauspieler noch immer nicht recht fassen.

Die SPÖ hat ein neues Programm. Kaum war es fertig und der Öffentlichkeit vorgestellt, entbrannte ein Streit über seine Qualität. In der Partei, nicht außerhalb. Antonia Gössinger erinnert in ihrem Leitartikel an ähnliche Querelen in der SPÖ Kärnten in den Jahren der FPÖ-Dominanz. Untaugliche Versuche, mit dem plötzlichen Machtverlust zu Rande zu kommen. Kein gutes Omen für die Zukunft der Bundespartei.

Ja, der Sommer macht Pause und tut das mit den obligaten Unwettern. Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Genießen Sie das Wochenende!

Thomas Götz

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