''ORF neutralisieren''Podgorschek kalkuliert bei der AfD-Versammlung in Thüringen mit der Aufregung.

 

Es ist reichlich starker Tobak, den Elmar Podgorschek bei einer AfD-Versammlung in Thüringen seinen Zuhörern auftischte. Vor versammelter Menge erklärte der oberösterreichische FP-Landesrat, wie eine politische Machtübernahme gelingt und was es dazu braucht. Der ORF gehöre „neutralisiert“, die staatlichen Führungspositionen „umgefärbt“ und der Verfassungsschutz konsequent „ausgetrocknet“.

Nicht zum ersten Mal legt Podgorschek ein Demokratieverständnis an den Tag, das diesen Namen nicht verdient. Zufällig ist das nicht. Er kokettiert mit dem Abgrund und kalkuliert mit der Aufregung. Eines Landesrates ist das unwürdig.

Für Ratlosigkeit dürften die Aussagen bei der Bundes-ÖVP sorgen (Podgorschek: „Traue keinem Schwarzen“). Tage nach der Medienenquete, aus der sich die FPÖ weitgehend heraushielt, wird (auch) Medienminister Gernot Blümel in die Untiefen der politischen Realität zurückgeholt.

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