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Zwischenrufe im Hohen HausEin altehrwürdiger Brauch, vorausgesetzt, man nutzt das Instrument mit Takt und Geschmack.

Vom trostlosen Niveau der Zwischenrufe

 

Es war schon immer so, dass Redner von Zwischenrufern unterbrochen werden durften. Besonders wild klingen die Schreiereien im Unterhaus in London, einer der ältesten Volksvertretungen. Ein altehrwürdiger Brauch also, vorausgesetzt, man nutzt das Instrument instinktsicher, mit Takt und Geschmack.

Die Sondersitzung des Nationalrats zu Wochenbeginn zeigte, dass es auch ohne geht. Da wurde eine Abgeordnete, deren Name ihre Herkunft verrät, darauf aufmerksam gemacht, sie sei ja nicht in Bosnien. Ein anderer wohlbestallter Volksvertreter rief ihr, die gerade von Sicherheit sprach, zu: „Alma, bei mir bist du sicher.“ Das fand er sehr witzig und sah auch nach einer kleinen Aufregung nicht ein, dass mann so vielleicht nicht reden sollte. Draußen nicht, und im sogenannten Hohen Haus schon gar nicht. Wegen der Fallhöhe nämlich. Je höher der Anspruch einer Institution, desto schmerzlicher der Aufprall des Strauchelnden.

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