'Rexit'Mit Konsequenz ins Abseits

 

Donald Trump verfolgt bei seiner Personalpolitik eine klare Linie. Wer nicht pariert, fliegt. Nun auch Außenminister Rex Tillerson, der das Gros seiner Amtszeit damit verbrachte, das von seinem Chef zertrümmerte diplomatische Porzellan zu kitten. Dessen konsensuale Bemühungen mit Nordkorea Trump als "Zeitverschwendung" bezeichnete, nur um später einem Treffen mit Kim Jong-un zuzustimmen – ohne seinen Chef-Diplomaten davon in Kenntnis zu setzen.

Trumps unentwegter Boykott seines eigenen Außenministers musste in dessen Absetzung münden. Damit verlässt eines der letzten – vergleichsweise – moderaten Regierungsmitglieder das Weiße Haus.

Ihm folgt mit Mike Pompeo ein loyaler Hardliner, der zwar Trumps Linie mitträgt, nun aber ein Amt bekleiden muss, das dem „Wir zuerst“-Credo seines Chefs im Kern widerspricht und Willen wie Fähigkeit zum Kompromiss voraussetzt – ein Unterfangen, das zum Scheitern verurteilt ist. 

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