Förderung für ÖlheizungenFahrlässige Untätigkeit

 

Mehr als 600.000 österreichische Haushalte heizen immer noch mit Erdöl und tragen so zum heimischen CO2-Ausstoß bei. Freilich hat die Mineralölindustrie höchstes Interesse, dass die Zahl ihrer fossilen Kunden nicht schwindet, und fördert neue Ölkessel deshalb seit Jahren mit Tausenden Euro pro Stück. Auch die teilstaatliche OMV dürfte in diesem System, das alle Klimaschutzbemühungen hintertreibt, mit im Boot sein.

Die modernen Kessel mögen sparsamer sein als die dadurch ersetzten alten. Doch Tatsache bleibt: Jede neu installierte Ölheizung zementiert das fossile Energiesystem auf Jahrzehnte. Als Folge droht Österreich an seinen Klimaverpflichtungen abermals zu scheitern, was Milliardenkosten nach sich zieht. Die begleicht dann – wie schon bei der Kyoto-Pleite – der Steuerzahler.

Die Regierung sieht diesem Treiben (in wechselnder Besetzung) seit Jahren tatenlos zu. Wer so handelt, hat den Ernst der Lage nicht begriffen.

Kommentare (1)

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pesosope
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Werter Hr. Pilch,

Sie haben Recht, der Austausch von Ölheizungen wird aus privater Hand gefördert. Und gleich noch einmal, dass Sie es auch verstehen: Der AUSTAUSCH ALTER Ölheizungen wird aus PRIVATER HAND gefördert!
Ich verstehe zwar nicht, warum Ihnen das missfällt, aber vielleicht können Sie ja einige Fragen beantworten, um die Sache klarer zu sehen.
1. Wenn Sie den Ausstoß von Treibhausgasen als wichtigste Komponente ansehen, dann erklären Sie doch kurz den Lesern, warum Sie nie etwas gegen Erdgas schreiben?
2. Wenn Sie schon gegen Treibhausgase auftreten wollen, dann frage ich Sie, warum das Kohlekraftwerk für die Wärmeversorgung in Graz kein Thema für Sie ist. Sind hier die Treibhausgase egal, weil es dem Land Steiermark gehört oder ist der Gasversorger zu schonen, weil er ebenso im Landesbesitz ist?
3. Wie Sie sicherlich wissen, emittiert Biomasse 30% mehr Treibhausgase als Öl. Dass diese als Neutral bewertet werden ist aber a.) dem Klima völlig egal, denn CO2 ist CO2 und b.) ohnehin falsch, denn die Grundvoraussetzungen der CO2-Neutralität - nachhaltige GLOBALE Aufforstung - war ja noch nie gegeben!
3. Schlagen Sie doch kurz einen Energieträger vor, der die aktuelle Ölheizung ersetzen könnte und zwar nach wirtschaftlichen und umwelttechnischen Parametern und der Möglichkeit ihn überhaupt einzusetzen

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