ZugunglückDas ist ein Stück beruhigend

 

Statistiken eignen sich leider kaum als sicheres Ruhekissen: Was hilft es ängstlichen Menschen, dass ein Interkontinentalflug um die halbe Welt bei Weitem sicherer ist als eine Autofahrt – und sei es nur zum Einkaufen in den Supermarkt an der übernächsten Straßenecke? Wer an Flugzeugabstürze denkt, hat unweigerlich das verheerende Bild Hunderter Toter und katastrophaler Verwüstung im Kopf. Groß der Schock aller Beteiligten beim Zugunglück gestern in Niklasdorf: Sie hatten das Bild der Verwüstung direkt vor Augen. In der traurigen Realität, die ein Menschenleben kostete und 22 Verletzte. 60 Menschen saßen bis zum großen Knall in aller Ruhe im Zug. Ihnen zu erklären, dass man sich im Zug statistisch gesehen berechtigt sicherer fühlen darf als im Auto, wird wohl ein schwieriges Unterfangen. Die Erlebnisse zu verarbeiten, wird Wochen, Monate und Jahre brauchen. Im schlimmsten Fall ein Leben lang. Jeder Tote, jeder Verletzte ist einer zu viel.


Ein schwacher Trost, aber trotzdem: Auch wenn es angesichts des Unglücks von Niklasdorf nicht leicht fällt, es zu glauben – mit einer Zugreise ist man tendenziell auf der sicheren Seite. Bei dem Zugunglück in Niklasdorf funktionierte die Zusammenarbeit der Einsatzkräfte sehr gut. Zumindest das ist in jedem Fall beruhigend zu wissen.

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