SpitalsreformMehr Fakten statt Polemiken

 

Immer wieder brachte der Arzt und heutige Kages-Vorstand Karlheinz Tscheliessnigg Bundes- wie Landespolitiker an die marode Chirurgie des LKH Graz. Um darauf hinzuweisen: Dieser Bau bricht langsam zusammen. Es dauerte trotzdem Jahre und viele Warnungen von Experten, ehe man sich zum Neubau entschloss.

Jahrelang wurde in der Steiermark auch um ein anderes medizinisches Thema gestritten – die Spitalsreform. Jetzt gibt es eine, mit weniger Spitälern und einer Leistungs-Zentralisierung.

Klar wird diese Lösung im Wahlkampf thematisiert. Obwohl sie die Handschrift von Ärzten trägt. Doch das wird mitunter genauso beiseitegeschoben wie die Tatsache, dass sich die medizinischen Möglichkeiten verändert haben. Ebenso wie rechtliche Rahmenbedingungen, die das Aufrechterhalten von Ärzte-Diensträdern in kleinen, peripheren Häusern schwierig bis unmöglich machen. Wie zuletzt an einem obersteirischen Spital. Geplante Spitals-Zusammenlegungen sollen helfen, diese Engpässe zu vermeiden.

Die Reform der Spitals-Versorgung ist ein Kraftakt. Und dieser wird erst dann beendet sein, wenn die Patienten tatsächlich besser versorgt sind. Das sollte keiner in der ganzen Diskussion vergessen. Hier sind klare Fakten gefragt – und keine Wahlkampf-Polemiken.

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