Spielregeln für den WaldKeine Frage von Raubrittertum

 

An sich ist so ein Wald ja ein friedvoller Ort. Bäume, Moos, Ameisenhaufen, Vogelgezwitscher und da und dort ein Reh – Natur pur.


So zumindest sieht unsereins das Idyll in Braun und Grün, das vor allem dann lockt, wenn die Schwammerln sprießen, der Hund und das Mountainbike Auslauf brauchen oder Preisel- und Schwarzbeeren, Zirbenzapfen und Lärchenzweige ganz dringend gebrockt oder gesammelt werden müssen.


Ja, darf man denn das?


Ups. Spätestens bei dieser Frage ist es in der Regel vorbei mit dem Frieden. Kein Wunder: Wälder stehen zwar – seit 1975 gesetzlich
geregelt – der Allgemeinheit zur Erholung offen. Trotzdem sind sie deshalb nicht automatisch Allgemeingut: Sie haben Eigentümer – und wer sich dort aufhalten will, muss sich an bestimmte Spielregeln halten.


Und die sind klar definiert. Der Wald ist nämlich weder ein Selbstbedienungsladen, den man nach Gutdünken plündern darf, noch eine Spielwiese, auf der die Freiheit grenzenlos ist. Er ist ein Refugium mit klar gesteckten Besitzverhältnissen – und Grenzen.


Diese auszuweiten (etwa beim Biken), ist möglicherweise eine Frage von Verhandlungen. Aber sicher keine von Raubrittertum.

Kommentare (1)

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Irre

Hallo - Sie irren gnädige Frau, der Wald ist frei zu Erholungszwecken und es muß Schluß sein, dass das Forstgesetz versucht, dass zu unterminieren, ja Eigentum ist hier seit Grillparzer eingeschränkt und nicht erst seit 1975 - wir wollen keine amerikanischen Verhältnisse, der Wald ist eingeschränktes Privateigentum, natürlich gelten auch dort Regeln, wie 2 kg Pilze, aber Beeren und Kleinholz sind freie Güter des Waldes

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