Für Nähe bezahlen

Profi-Kuschler gegen menschliche Kälte

 

Überall Fotos von verliebten Paaren, glücklichen Familien, liebevoll umsorgten Senioren – doch die Realität sieht leider anders aus: Wie sonst würden Menschen 50 Euro die Stunde bezahlen, um einfach nur im Arm gehalten zu werden. Um einmal als Mensch und nicht in einer Funktion wichtig zu sein, um Nähe zu spüren und auch zuzulassen – und das bei einem wildfremden Menschen, der sich allerdings der Wichtigkeit zwischenmenschlicher Berührungen bewusst ist.


Drei Wiener Studentinnen und Studenten haben die „Marktlücke“ entdeckt. Sie arbeiten seit Anfang November als professionelle Kuschler, die den Wunsch nach Nähe bei Frauen und Männern, Jungen und Alten, Gutsituierten und besonders den von der Gesellschaft im Stich Gelassenen erfüllen wollen.


Doch sie haben noch mit vielen Vorurteilen zu kämpfen, viele potentielle Kunden setzen Nähe nämlich mit Sex gleich. Dabei kann gerade die gekaufte Liebe alles andere als menschlich sein.

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