So wie es war, so kann es nicht bleiben. Eine moderne politische Kraft, die muss die besten Köpfe zulassen. Ganz gleich, ob sie ein Parteibuch haben oder nicht. Und auch egal, aus welchem Bundesland sie kommen“. Es war der 12. Mai 2017, als Sebastian Kurz mit dieser Ansage vor die Öffentlichkeit trat. Soeben war Reinhold Mitterlehner zurückgetreten – zermürbt von jener eingeschworenen Kurz-Truppe, die nicht nur den Umbau der von Bünden und Ländern getragenen und solcherart erstarrten Volkspartei in eine zentral orchestrierte Bewegung zum Ziel hatte, sondern auch ihr ganz konkretes „Projekt Ballhausplatz“.