Corona-PolitikSuper Green Pass statt Lockdown. Wie Draghi anders führt als Schallenberg/Mückstein

Der Morgenpost-Kommentar aus der Chefredaktion.

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© Kleine Zeitung
 

Guten Morgen! 

Man kann entweder einen „Teillockdown für Ungeimpfte“ einführen (Copyright Schallenberg/Mückstein) oder eine „Super Green Pass“ ( © Mario Draghi). In der Sache ist es dasselbe: Wer G2 vorweist, darf ins Gasthaus, Theater oder Stadion. Was das türkis-grüne Krisenduo als Verbot und Strafe fürs Nichtimpfen erfand und nur in den vierten Lockdown mündete, führt Italiens Ministerpräsident ab 6. Dezember einladend mit dem Super Green Pass als Belohnung und Motivation fürs Impfen ein. Führungsqualität hat man oder nicht.  Draghi bewies sie schon bei der Stabilisierung des Euro („Whatever it takes“). 

Kommentare (2)
Geraldzeitung
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Das Niveau der politischen Kommentatoren in Österreich ist auch nicht besser

Das Niveau der politischen Kommentatoren in Österreich ist auch nicht besser als das der Politiker in Österreich.

Wenn man die Maßnahmen von Draghi schon preist, sollte man sich als Kommentator doch damit zumindest kritisch auseinandersetzten. ZB mit der Frage, ob eine Impfpflicht nur für Pflegepersonal überhaupt verfassungsrechtlich haltet. Bekanntlich schützt die Impfung nicht vor Ansteckung. Die jetzt vorgesehene Regelung in Ö soll Herdenimmunität herstellen und die Spitäler entlasten. Diesen Effekt hätte eine Impfpflicht nur für Pflegepersonal jedenfalls nicht. Insofern stellt sich die Frage der verfassungsrechtlichen Zulässigkeit.

Wo die Führungsqualität von Draghi im Vergleich zu unserer Regierung liegt, wenn er mit dem Super-Green-Pass im Ergebnis das Gleiche einführt, wie bei uns, erschließt sich aus dem Kommentar auch nicht.

Vielleicht sollte der Redakteur selbst noch einmal in die Lehre gehen und lernen, wie man einen Kommentar mit tatsächlichen Argumenten (Abwägen von Für und Wider) schreibt.

kritiker47
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GROSSARTIG ! JETZT HABEN WIR DEN NEUEN

Meister aller Lehrlinge ! Auch ein Meister des "Besserwissens" vor allem im nachhinein, wie sich eindrucksvoll herausstellt. Der honorige Herr Winkler hat ja, wie alle seiner KollegInnen, den unschätzbaren Vorteil, nichts entscheiden zu müssen, auch dies dann nicht verantworten zu müssen und immer nachher über das "Richtige" schon vorher Bescheid gewusst zu haben. Eigentlich eine beneidenswerte persönliche Situation, oder nicht ? Zusätzlich gestützt von der (Gott sei Dank vorhandenen) Redaktionsfreiheit, mit der man schreiben kann, was man will, ohne sich danach auch bei völlig daneben liegenden Berichten, (vor allem im Angriffen auf Personen) rechtfertigen oder gar entschuldigen zu wollen. Ich weiß, dass Sie dies nicht veröffentlichen werden, aber gelesen wird es ja wohl werden, aber man kann es ja auch im Internet verbreiten, wenn es sein muss. Schönen Tag noch !