Von Mensch zu MenschMotivforschung könne man sich sparen? Als ob die männliche Seele in ein Einheitskorsett passen würde

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© Kleine Zeitung
 

Jetzt sollen also alle Tötungsdelikte an Frauen der letzten zehn Jahre aufgearbeitet werden, Opferschutzvereine fordern mehr Geld und Kanzler Kurz verspricht, am Geld werde es nicht scheitern. Woran es scheitern könnte? An dominanten Männlichkeitsbildern, mit denen manche Buben aufwachsen und die – wie Männerberater betonen – ein entscheidendes Moment bei Gewalttaten sind. Und es kann an bedrohten Frauen scheitern, die oft zu lange schweigen. Frauen, die dann im Frauenhaus erzählen, über Jahre von ihrem Mann einen Satz gehört zu haben: „Du bist ein Nichts.“ Oder an jenen, die auch der Gesundheitsminister in seiner Praxis erlebte. Frauen, die blaue Flecken mit einem Sturz erklären. Opfer, die aus Abhängigkeit, Scham oder Angst Gewalttäter schützen.

Kommentare (3)
Erika39
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Motivforschung vorerst kein guter Ansatz

Gewalt an Frauen gibt es ja schon lange. Die Gründe dafür sind seit Jahrzehnten bekannt! Hier gibt es genug Expertise von Gerichtspsychiaterinnen sowie auch der Expertinnen der Opferschutzorganisationen.
Dass Mitglieder der ÖVP-Regierung mit - lt. Chatprotokollen - "führbaren" weiblichen Regierungsmitgliedern und einer Frauenministerin, die behauptet "keine Feministin" zu sein, hier nichts weiterbringt, ist bezeichnend. Dramatsich ist, dass es hier um Leben und Tod geht!!

Ifrogmi
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genau.

und bei covid hätte man auch besser in härtere lockdowns mit strafen denn forschung über die verbreitungswege und impfungen investiert.

Erika39
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Geht am Thema vorbei

Bitte nicht Äpfel mit Birnen vergleichen. Covid ist neu, bisher nicht bekannt. Gewalt gegen Frauen gibt es schon sehr, sehr lange. Die Motive sind bekannt und erforscht!