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EssayWie einfach ist es doch, neue Rechte zu verkünden. Doch wie steht es eigentlich mit den Pflichten?

Die Einsicht, dass es keine Rechte ohne Pflichten gibt, wird heute ziemlich einseitig interpretiert: die Rechte des einen sind stets die Pflichten des anderen. Ein Einspruch gegen Ferdinand von Schirachs Ausweitung der Menschenrechte.

 

Unter dem pathetischen Titel „Jeder Mensch“ veröffentlichte der Schriftsteller und Jurist Ferdinand von Schirach kürzlich eine „Ergänzung“ zur Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. Neue Zeiten erfordern neue, einklagbare Rechte. Dazu zählt Schirach das Recht jedes Menschen, in einer intakten Umwelt zu leben, das Recht auf digitale Selbstbestimmung, das Recht, von Amtsträgern stets nur die Wahrheit zu erfahren, und das Recht, nur solche Waren und Dienstleistungen angeboten zu bekommen, die unter Wahrung der universellen Menschenrechte hergestellt und erbracht werden.

Kommentare (1)
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JamesJolly
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12
Lesenswert?

Auf den Punkt gebracht

Sehr treffend, wie immer!