Bitte warten - Ihr Zugang wird eingerichtet.

LeitartikelEin verpuffter Prozess, aber die Langzeitwirkung von #MeToo ist intakt

Ein weltweit beobachteter Missbrauchs-Prozess gegen Kevin Spacey in Nantucket ist überraschend eingestellt worden. Wieso das für die #MeToo-Bewegung eine herbe Enttäuschung, aber noch lange nicht das Ende ist.

FILES-US-ENTERTAINMENT-ASSAULT-TELEVISION-FILM
© APA/AFP/JOSEPH PREZIOSO
 

Das Strafverfahren gegen den Hollywood-Schauspieler Kevin Spacey ist also eingestellt worden. Der Fall um einen junge Mann, der angegeben hatte, von Spacey als noch Minderjähriger in einem Restaurant betrunken gemacht und begrapscht worden zu sein, war voll seltsamer Wendungen: Ein Handy mit Beweisvideos verschwand auf mysteriöse Weise; die Mutter des jungen Mannes gab zu, Daten gelöscht haben, um ihren Sohn zu schützen. Der selbst berief sich im Prozess plötzlich auf sein Zeugnisverweigerungsrecht. Was den Fall postwendend zur Implosion brachte.

Kommentare (1)
Kommentieren
schulzebaue
2
4
Lesenswert?

Jawohl

Wir wollen keine unabhängige Gerichtsbarkeit mehr.

Sollte jemand, den ich bereits vorverurteilt habe, dennoch ein Urteil erfahren das mit nicht gefällt, oder schlimmer noch, sein Verfahren eingestellt werden, dann kommt die Inquisition.

Für die Kleine Zeitung ist ein Artikel wie dieser eine Schande!

Für den Chefredakteur ein Armutszeugnis.