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Nach Ibiza-VideoDas FPÖ-Desaster wird die EU-Wahl in anderen Ländern nicht beeinflussen

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© APA/ROLAND SCHLAGER
 

Viel ging kaputt in der Finca auf Ibiza, auch so manches zarte Freundschaftsband. Ungarns Premier Viktor Orbán, Tage zuvor noch ein Herz und eine Seele mit Heinz-Christian Strache, wollte zum Video-Top-Hit zunächst einmal gar nichts sagen und ließ dann ausrichten, er kümmere sich nicht um innerösterreichische Angelegenheiten. Marine Le Pen vom Rassemblement National (RN) kommt kaum noch nach, sich von allen möglichen guten Freunden zu distanzieren – von Wladimir Putin, der die Millionen für die Rechtsaußenpartei springen lässt, über den US-Rechten Steve Bannon, mit dem in Europa nicht einmal seinesgleichen etwas anfangen kann, bis zu Strache, dem sie bei Matteo Salvinis Allianz-Party in Mailand attestierte, einen „schwerwiegenden Fehler“ gemacht zu haben. Verhaltener gaben sich nur die deutschen Brüder und Schwestern, AfD-Chef Jörg Meuthen will der FPÖ nicht in den Rücken fallen, sie bleibe enger Partner trotz der „singulären Angelegenheit“.

Kommentare (1)

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vitruvius
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Auch wenn es...

...die knapp anstehende EU-Wahl nicht sonderlich beeinflüssen wird, aber das Geschehene wird Nachwirkungen haben, längerfristige.
Es war mMn gut, dass Kurz die FPÖ in die Regierung geholt hat. Sie hat dabei die Chance bekommen, sich zu läutern und von rechtsextremen Gedankengut zu distanzieren. Es ist ja auch bemerkenswert dass Kurz es geschafft hat, zumindest der FPÖ-Regierungsmannschaft ein pro-EU-Bekenntnis abzuringen. All diese Chancen hätte es nicht gegeben, wenn die FPÖ weiter pauschal ausgegrenzt wäre wie die SPÖ es zelebriert. Sie wäre vlt. schon die stärkste Partei inzwischen.

Nun ja, die Regierungsarbeit ist bisher nicht schlecht gelaufen und hat Anklang im großen Teil der Bevölkerung gefunden. Aber, was jetzt passiert ist, bewirkt dass die FPÖ sich selber ausgegrenzt hat. Gerade durch die Regierungsbeteiligung in noch viel größerer Dimension. Der Schock geht durch die ganze EU. Straches Nachfolger werden viel erklären müssen, das Mitleid wird in Grenzen bleiben, ebenso künft. Wahlerfolge.
Und das wird Auswirkungen für die Zukunft haben. Man kann das positiv sehen.

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