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Slowenisch in Kärnten Freiheitliche Funktionäre vermitteln ein Bild ewiggestriger Engstirnigkeit.

 

Wir schreiben das Jahr 2018. Seit dem Abwehrkampf sind 100 Jahre vergangen, seit der Volksabstimmung 98 Jahre. Das Votum der slowenischsprachigen Bevölkerung in Südkärnten für den Verbleib bei Österreich hat den Ausschlag gegeben, dass Kärnten frei und ungeteilt geblieben ist. Nach Jahrzehnte langem Ringen ist der Volksgruppenkonflikt beigelegt und Slowenisch als zweite Sprache im Land respektiert. Allerdings nicht von allen.

Eine 19-jährige FPÖ-Jugendfunktionärin hat im Gespräch mit Gleichaltrigen über den 10. Oktober gesagt, es sei nicht richtig, dass bei Landesfeiern auch Slowenisch gesprochen wird. Und ein Völkermarkter FPÖ-Stadtrat hat auf der Internet-Plattform „Facebook“ einen 17-jährigen Schüler herabgewürdigt. Der Schüler hatte bei der 10. Oktober-Feier in Völkermarkt es als wünschenswert bezeichnet, wenn die Abneigung gegen die Zweisprachigkeit in der Region überwunden und der Bezirk Vorbild für die kulturelle Vielfalt Europas würde.

Die Engstirnigkeit dieser FPÖ-Funktionäre ist ein Schlag ins Gesicht der Menschen, die sich für die Versöhnung eingesetzt haben. Für die weltoffene Kärntner Jugend ist das Ewiggestrige keine Kategorie mehr. Die FPÖ muss sich aber fragen, welches Bild sie vermittelt. Wir schreiben das Jahr 2018.

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