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Tempo 100 auf AutobahnDer zu enge Kurvenradius ist jahrelang nicht aufgefallen. So viel zur Verkehrssicherheit.

 

Wird ein neues Tempolimit diskutiert, ist der Aufschrei von Autofahrern laut. So auch im Juni, als auf der A2 zwischen Griffen und St. Andrä quasi über Nacht die Tempobremse von 130 km/h auf 100 km/h-Höchstgeschwindigkeit verordnet wurde.

Das Argument für die von Verkehrsministerium und Asfinag durchgeführte Maßnahme ist bizarr: Der Kurvenradius für das knapp zwei Kilometer lange Teilstück der Südautobahn sei für 130 km/h zu eng. Jahrzehntelang – bis zum Juni 2018 – ist das den Autobahnbetreibern jedoch nicht aufgefallen. So viel zum Thema Verkehrssicherheit.

Das Land Kärnten, das erst aus der Kleinen Zeitung von der 100 km/h-Beschränkung erfahren hat, ließ nun ein Gegengutachten erstellen. Ergebnis: Der Autobahnbereich zwischen Griffen und St. Andrä würde sehr wohl 130 km/h vertragen.

Man kann jetzt zu Recht den Kopf schütteln, vielleicht sogar lachen. Auf zwei Teststrecken der Westautobahn ist seit 1. August im Auftrag von Verkehrsminister Norbert Hofer Tempo 140 erlaubt und im Süden verordnet das Ministerium einen 100er. Auf einer Strecke, die nachweislich kein Unfallschwerpunkt ist.

Ein Tempolimit auf Autobahnen muss es geben, aber bitte keine behördlichen Irrfahrten. Also schnell zurück zur Normalität.

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