Wie sicher ist Wasser?Wasser rinnt aus der Leitung, was denn sonst? Nun ja, es gibt da ein paar Szenarien ...

 

0,2 Cent: So wenig kostet in etwa ein Liter Wasser. Aber entspricht der Preis auch dem Wert des Wassers?

Wasser hat in Kärnten ein Problem. Es ist – gefühlt – im Übermaß vorhanden und fast kostenlos. Deshalb machen sich die wenigsten darüber Gedanken – Wasser rinnt schließlich aus der Leitung, was denn sonst?

Aber wie wäre es, blieben die Leitungen leer? Niemand wünscht sich ein Szenario, das uns schlagartig vor Augen führt, dass sauberes Wasser in großen Mengen keineswegs selbstverständlich ist. Wasser könnte, wodurch auch immer, kontaminiert sein oder, der Klimawandel lässt grüßen, längere Zeit knapp werden. Ein Stromausfall könnte Pumpen lahmlegen und uns vor Augen führen, was es bedeutet, auf dem Trockenen zu sitzen.
Politische Verantwortung wahrzunehmen bedeutet, vorausschauend zu handeln.

Zwischen 70 und 80 Millionen Euro würde es kosten, die Wasserversorgung in den Gemeinden im Zentralraum, darunter Klagenfurt und Villach, zu vernetzen. Also neben den Strom-, Bahn-, Daten- und Straßennetzen nun auch Wasserverbindungen zu legen. In ein bis zwei Jahrzehnten wäre die Wasserversorgung im Zentralraum auch unter ungünstigen Bedingungen gesichert.

Wasser muss uns so viel wert sein. Denn Nichtstun wäre um ein Vielfaches teurer.

Kommentare (1)

Kommentieren
CuiBono
0
1
Lesenswert?

Ein paar Gedanken

Was den journalistisch-demonstrativ dar gestellten Wasserpreis betrifft, denkt der Redakteur (vielleicht ganz bewusst) zu kurz.

Ganz klar einzurechnen sind da die "Nebenkosten" für die Kanalisation - die ja für die Wasserqualität unabdingbar ist und deshalb in die Rechnung einfließen muss. Damit sieht die Angelegenheit dann schon ganz anders aus.
Weil dann werden die Wasserkosten mehr als verdoppelt (zumindest in unserer Gemeinde).

Das Schreckensszenario das der Redakteur dann zeichnet mag theoretisch vorhanden sein, alldieweil was brächte eine Vernetzung?
Nix anderes als (auch) eine Ausweitung des Risikos. Z.B. würde eine Kontaminierung in einem bis dato autarken Bereich mit der Vernetzung auch den Gesamtraum erfassen.
Sinnvoll? Ich denke nicht.

Möglicherweise ist ja angedacht, die Vernetzung nur vorzubereiten und erst im Ernstfall dann die Schieber au zumachen, aber derartige Gedanken finde ICH im Artikel nicht.

Oder ist das ganze nur eine Idee der Politik, der Bauwirtschaft wieder was zuschanzen zu können?

Künstliche Bedarfsschaffung wo eigentlich keiner ist, ist ja ein beliebtes Spiel und als Urkärntner läuten schon durch die gelebte und erduldete jahrzehntelange Erfahrung genetisch eingebrannt bedingt bei irgendwelchen Ankündigungen von öffentlichen Aufträgen die Alarmglocken.

WAS sagen eigentlich die Experten dazu?
Nicht die Techniker aus den Versorgungsbetrieben und auch nicht die aus den Polit- und Gemeindestuben.

Antworten