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Sozialpartner-StreitIm hitzigen Wortgefecht der Sozialpartner kommt es auch zu versteckten Fouls.

 

Dicke Luft herrscht zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern. Die Blitzaktion, mit der die Regierung die Arbeitszeitflexibilisierung vulgo 12-Stunden-Tag auf Wunsch der Wirtschaft im Gesetz verankerte, ließ Gewerkschaft und größte die Oppositionspartei SPÖ rot sehen. Mit Anlauf schießen seither die Interessensvertreter auf beiden Seiten übers Ziel hinaus, im hitzigen Gefecht der Worte werden mitunter auch versteckte Fouls begangen.

Die Wirtschaftskammer etwa lief schnurstracks ins Abseits, als sie die politisch völlig außer Streit stehende fünfte Urlaubswoche unter Hinweis auf „Goldplating“ von EU-Vorgaben infrage stellte. Die Gewerkschaft konterte jetzt mit einer über ein Jahr alten Forderung des Kärntner Wirtschaftskammer-Präsidenten, die sie aus dem Giftschrank holte. Aktuell ist dessen Vorstoß für einen Selbstbehalt im Krankenstand zwar nicht mehr, für eine späte Grätsche reichte es freilich allemal.

Arbeitnehmer sind Opfer, Unternehmer die Bösewichte – längst tot geglaubte Schreckgespenster aus dem 19. Jahrhundert spuken wieder herum. Höchste Zeit für eine Abrüstung der Worte. Gut, dass vergoldete Urlaubswochen die „Sozialpartner“ zur Kühlung erhitzter Gemüter einladen. Damit der Herbst dann doch nicht so heiß wird wie angedroht.

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