Verfehlte RaumplanungStur alleine reicht nicht

 

Was soll man machen? Der Grund ist gewidmet, der Investor klopft an. Und wenn er hier nicht baut, dann macht er es eben in der Nachbargemeinde.
Diese Argumentationskette kennt man aus so gut wie jeder Kärntner Gemeinde. Ihre Folge: Betonbunkerkrebs an Ortseinfahrten und ein Landverbrauch wie in keinem anderen österreichischen Bundesland. Letzteres ist übrigens keine Behauptung, sondern eine verbriefte Tatsache. Zwischen 2012 und 2014 wurden in Kärnten 990 Hektar Bauland gewidmet – für 1400 zusätzliche Einwohner. In Wien schaffte man es, auf 950 Hektar neuem Bauland 53.300 zusätzliche Einwohner unterzubringen.

Welche Folge eine klare Haltung in Sachen Raumordnung für das Landschaftsbild haben kann, lässt sich in Südtirol beobachten. Alfons Benedikter war einer, den man als Sturkopf bezeichnete, in der Nachrede gilt er aber als Visionär. Er hat sich gegen Konzerne durchgesetzt, keine Supermarkt-Kette motzt, wenn sie sich in ein kleines Geschäftslokal in einem Ortskern einmieten muss. Weil es – politisch gewollt – keine Alternative am Ortsrand gibt.

Kärnten hätte übrigens ähnliche gesetzliche Voraussetzungen. Nur fehlte es stets an Politikern mit der entsprechenden Weitsicht. Sturköpfe gab es ja wohl.

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