LiteraturnobelpreisBuchmacher sehen alt aus

Der Literaturnobelpreis und der Ironiefaktor.

 

Titel erfolgreich verteidigt: Literaturnobelpreis geht erneut an Bob Dylan“. Diese Eilt-Meldung ließ ein deutsches Satireblatt kurz vor der Vergabe des Literaturnobelpreises quietschvergnügt im Internetz zappeln. Es ist einer von vielen Belegen dafür, dass die in Stockholm getroffene Entscheidung längst auch einigen Ironiefaktor besitzen.

Dass der wichtigste Preis der Literaturwelt diesmal Kazuo Ishiguro zugesprochen wurde, einem nicht nur geistigen Nomaden und Wanderer zwischen Welten, gleicht dem Versuch, einen transkontinentalen Spagat zwischen Japan und England zu schaffen. Man erkennt das Bemühen, ist darob nicht verstimmt, aber auch nicht unbedingt euphorisiert. Das Gremium pochte halt wieder einmal, diesmal dezenter, auf sein Königsrecht auf Überraschungen, risikobefreit.

Bleibt das Vorabtreiben der Buchmacher. Sie sehen nach dieser Haruki-Aktion reichlich alt aus. Und das ist das eigentlich Erfrischendste.

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