HüttenwirteSie machen die Alpen möglicher

 

Die Eroberung der höchsten Gipfel der Alpen geht Hand in Hand mit dem Bau von Schutzhütten. Die ersten Holzverschläge sollten Schutz in eine wüste Hochgebirgslandschaft bringen. Die Erzherzog-Johann-Hütte auf der Adlersruhe geht auf einen Unterstand zurück, der bereits um 1800 am Großglockner errichtet wurde. Die alpinen Vereine bauten ein Netz an Hütten auf, dass heute selbstverständlich ist – doch das ist es nicht, Schutzhütten sind ein Luxusgut in exponierter Lage.

Ohne Hütte wäre allein der Anstieg auf den höchsten Gipfel Österreichs für viele Bergsteiger außerhalb ihrer Reichweite. Das ist keine Wertung, sondern ein Hinweis auf die Wichtigkeit dieser alpinen Rückzugsmöglichkeiten. Für die alpinen Vereine wird es dabei immer schwieriger, Pächter zu finden, die als Kellner, Koch, Hotelier und Bergretter zum alpinen Faktotum mutieren.

Hüttenwirte sind die stillen Helden der Alpen, die um 5 Uhr aufstehen, den Berglern heißen Tee servieren und sie ein paar Stunden später vom Grat retten. Sie sind es, die fernab ihrer Familie 18 Stunden täglich die Behaglichkeit in eine teils lebensfeindliche Gegend bringen, um uns das Gipfelglück zu ermöglichen. W-Lan, Gourmetküche und Registrierkasse inklusive.

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