KommentarLiessmann: Wozu Meinungsumfragen? Eine Verzichtserklärung

Warum im Bereich des politischen Geschehens nicht prinzipiell auf Meinungsumfragen verzichten? Für die Demokratie wäre das ein Segen.

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Bestechungs- und Korruptionsaffären mit hohem medialen Erregungspotenzial gehorchen einer eigentümlich ambivalenten Dynamik. Sie erlauben einen entsetzten Blick hinter die Kulissen, zeigen ein verrottetes System und provozieren mit schöner Regelmäßigkeit den Ruf nach Erneuerung, Anstand und Integrität. Gleichzeitig besteht die Attraktivität der Skandale darin, dass sie einem kleinen Kreis von Personen zugerechnet werden und alle anderen sich im Lichte ihrer moralischen Überlegenheit sonnen können. Natürlich blockiert diese Haltung jeden Versuch einer ernsthaften Reform.

Kommentare (2)
dude
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Herr Liessmann trifft den Nagel wieder einmal auf den Kopf!

Danke für diesen Kommentar!
Ich bin ja immer der Meinung, dass jeder einzelne seinen Beitrag leisten kann und soll. In diesem konkreten Fall sollte jeder einzelne von uns bei keiner einzigen Meinungsumfrage mehr mitmachen! Punkt! Dann gibt es keine Meinungsumfragen mehr!
Und man sollte dem (armen) Anrufer dezidiert sagen, dass man genau aus diesem Grund nicht mitmacht, weil es so viele manipulierte Umfragen gibt.
Wir hätten es wieder einmal in der Hand!

Vielgut1000
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Das wäre großartig.

Damit wäre alle Art von Manipulation durch Meinungsumfragen verhindert.