Unterrichts- oder Schulpflicht?Konrad Paul Liessmann: Unzeitgemäße Freiheit

Kaum wurde die Zahl der Schulabmeldungen bekannt, begannen Überlegungen, wie diese Freiheit in Zukunft eingeschränkt werden könnte. Es liegt im Wesen der Freiheit, dass man diese auch missbrauchen kann. Sie deshalb gleich aufs Spiel zu setzen, zeugt von einer bemerkenswerten illiberalen Ängstlichkeit.

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© Kleine Zeitung
 

Die Aufregung ist groß. Immer mehr Eltern melden ihre Kinder von der Schule ab. Das sorgt in Bildungsdirektionen und Medien für große Unruhe, auch wenn es sich dabei nach wie vor um eine verschwindende Minderheit handelt. Dass manche Menschen sich dem staatlichen Bildungsangebot verweigern wollen, ist Grund genug, sofort darüber nachzudenken, wie das in Zukunft verhindert werden kann.

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buspepi
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Die Träume der Bildungsromantiker platzen?

Sind nicht so viele Kinder im Heimunterricht wie nie zuvor?
Verteidigt Liessmann nicht wortreich deren Entscheidung als "Freiheit"?

Ich sehe die Träume der "Bildungsromantiker" nicht platzen, sondern fröhliche Urständ feiern...Aber gut, Philosophie Liessmannscher Prägung muss nicht den Gesetzen schnöder Logik genügen....

kathisara
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Wer macht es sich einfach?

Der Ruf nach eine Änderung der "Unterrichtspflicht" in ein "Schulpflicht" ist legitim.
Ist es für viele - auch für Sie, Herr Liesmann - nicht zu einfach, die Schuld den Behörden zu geben?
Es ist zu einfach, die "leichteste" Schule für die Endprüfung auszusuchen und das Kind mit windigsten Erklärversuche ohne Ahnung selbst zu unterrichten. Den Schaden müssen leider die Kinder ausbaden...